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Dritter Heimsieg in Folge im nordischen Schmuddelwetter

Bildquelle: Zerth

Sport

Dritter Heimsieg in Folge im nordischen Schmuddelwetter

Der SC Weiche Flensburg 08 hat den mit Spannung erwarteten Premierenauftritt des Aufsteigers Altona 93 im Flensburger Manfred-Werner-Stadion relativ sicher mit 2:0 gewonnen. Bei typisch norddeutschem Schmuddelwetter fand unsere Mannschaft vor leider nur 641 Zuschauern, darunter rund 100 Fans aus Hamburg, nach der 1:3-Niederlage von Rehden wieder in die Erfolgsspur zurück. Es war der dritte Heimsieg in Folge, mit dem Weiche die Tabellenspitze weiterhin im Blick hat.

Die drei vor einer Woche in Rehden eingewechselten Akteure rotierten diesmal in die Startelf.

Dominic Hartmann, Junior Ebot-Etchi und Fabian Arndt begannen für Jannick Ostermann (Bank), Ilidio Pastor Santos und Fiete Sykora (beide noch angeschlagen). Neben den langzeitverletzten Finn Wirlmann und Jannis Pläschke waren auch Kevin Schulz und Tayfun Can diesmal nicht im 18er Kader.
Im Flensburger Dauernieselregen entwickelte sich eine eher unspektakuläre Partie, bei der beide Mannschaften relativ wenige Chancen verbuchen konnten.

Die erste kleinere Prüfung meisterte AFC-Torhüter Du Preez beim 20-m-Schuss von Florian Meyer souverän (4.).

Auf der Gegenseite verzog Kapitän Brisevac einen direkt getretenen Freistoß von halblinks (7.). Auffällig war schon in jener Anfangsphase, dass Weiche gezwungen war, von hinten heraus viele lange Bälle zu schlagen, weil die Hamburger gleich mit drei Akteuren die Flensburger Abwehrspieler bei deren Spielaufbau zustellen wollten. Statt des gewohnt geduldigen Passspiels der Heimischen ging es deshalb zwar weitaus zügiger nach vorn, doch resultierte daraus nur selten Torgefahr. So schnappte allein in den ersten 20 Minuten die Abseitsfalle der Elbestädter gefühlte fünfmal erfolgreich zu. Knapper wurde es bei einem langen Ball von Fabian Arndt in den Lauf von René Guder, doch Torhüter Du Preez war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt und Mitte der eigenen Spielfeldhälfte einen Tick vor dem SC-Stürmer am Ball (22.).

Weil im Offensivspiel trotz einiger guter Aktionen von Fabian Arndt noch nicht besonders viel Torgefahr aufkommen wollte, mussten beim Führungstreffer eine Standardsituation und das Glück nachhelfen. Einen von René Guder auf Nico Empen kurz ausgeführten Eckstoß konnte Altona nicht richtig klären, Dominic Hartmann kam an der Strafraumlinie zum Nachschuss.

Und durch die Beine von Freund und Feind fand die Kugel den Weg ins Netz (26.).

Auch in der Folge blieb Altona zwar bemüht, den Flensburger Spielaufbau früh zu stören und die Gastgeber zu langen Bällen zu zwingen, doch selbst für Torgefahr zu sorgen, gelang den Gästen nicht. Stattdessen hatte Weiche noch zwei gute Szenen. Die weite Flanke von Fabian Arndt von der rechten Seite erreichte Nedim Hasanbegovic am zweiten Pfosten nicht (28.), und bei einer Strafraumaktion mit Fabian Arndt entschied der Unparteiische Potiyenko (Hude) zugunsten der Hamburger.

Am insgesamt eher übersichtlichen Geschehen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts.

Einen Knaller von Edeling parierte SC-Torhüter Florian Kirschke mit den Fäusten (46.). Schön anzuschauen, letztlich aber nur mit geringer Gefahr verbunden war die technisch gekonnte Abnahme von René Guder nach Zuspiel von Fabian Arndt, die Torhüter Du Preez vor keine Probleme stellte (53.). Dessen Gegenüber Florian Kirschke hatte mit dem Kopfball von Holz ebenfalls wenig Mühe (59.). Daraus resultierte dann bereits die Spielentscheidung, weil auf der anderen Seite René Guder auf Rechts die Linie entlang zog und überlegt auf den Elfmeterpunkt zurückpasste. Fabian Arndt war zur Stelle, markierte das 2:0 (59.). Und der beste Spieler auf dem Platz hätte eigentlich aus gleicher Position noch einen draufsetzen müssen, als auf der linken Seite der eingewechselte Jannik Drews nach starker Aktion Nedim Hasanbegovic bediente und jener dann auf den Elfmeterpunkt zurücklegte. Doch diesmal ging der Abschluss von Fabian Arndt über den Kasten (67.).

Weiche vergab noch zwei weitere gute Möglichkeiten. Erst köpfte Nico Empen nach einem Eckstoß und Kopfballablage aus Nahdistanz über den Kasten (77.). Dann erzielte Nedim Hasanbegovic einen Treffer, der aber vom Unparteiischen wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde (83.). Auf der anderen Seite kam Altona erst in den letzten zehn Minuten überhaupt zu einigen Abschlüssen. Hosseini (80.) und Correia Ca per Dropkick (86.) – jeweils aus 25 Metern – trafen den Kasten nicht, noch einmal Hosseini zwang SC-Torhüter Florian Kirschke zur fernsehreifen Flugparade (89.), dann wurde ein weiterer Versuch von Hosseini aus der zweiten Reihe vielbeinig abgeblockt (90.+1), und schließlich war Florian Kirschke bei einem Kopfball von Schultz sicher zur Stelle (90.+3). So blieb es bei einem verdienten und in der Summe wenig gefährdeten 2:0-Sieg der Platzherren.

Aus unserer sehr ausgeglichen auftretenden Mannschaft ragte Fabian Arndt noch besonders heraus.

Zum Beispiel auch Nedim Hasanbegovic und Torge Paetow konnten sich ebenfalls gute Noten verdienen. Bei den Gästen fielen mit Novotny und Correia Ca vor allem zwei Defensivspieler auf, die zugleich versuchten, das müde Angriffsspiel anzukurbeln.

Am kommenden Sonnabend (16.09.2016, 14.00 Uhr) gastiert unsere Mannschaft auf dem Nebenplatz des Braunschweiger Eintracht-Stadions bei der dortigen U23. In der vergangenen Saison gewann Weiche am 1. Oktober 2016 in der auch etwas witzig „Rheingoldarena“ genannten Spielstätte nach Treffern von Jannick Ostermann, Kevin Schulz und René Guder vor 113 Zuschauern sicher mit 3:0. Allerdings sind die Schützlinge von Trainer Henning Bürger in den jüngsten Wochen ganz gut unterwegs gewesen, haben z. B. Rehden daheim mit 5:0 geschlagen und mit Canbaz einen bereits vierfachen Saisontorschützen.

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hasanbegovic, Hartmann –Ebot-Etchi, Arndt (89. H. Ostermann), F. Meyer (61. Drews) – Guder, Empen (86. Wulff).

Tore: 1:0 Hartmann (26.), 2:0 Arndt (59.).

Zuschauer: 641 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude/Oldenburg-Land), zwar etwas kleinliche, letztlich aber souveräne Spielleitung; kam sogar ohne „Gelb“ über die Runden.

Die Trainerstimmen:

Der Gästetrainer Berkan Algan beglückwünschte Weiche zunächst zum Sieg, um dann zu analysieren, dass man ein paar Positionen – und zwar im Zentrum – nicht so gut in den Griff bekommen habe. Das seien als Neuling aber normale Prozesse, da Altona in Sachen Erfahrung von vielen anderen Mannschaften der Liga weit entfernt sei. Die Spieler würden sehr viel lernen, und das würde wichtig sein. Weiche sei qualitativ gut besetzt. So bräuchte seine Mannschaft auf mindestens zehn Positionen stabile Leistungen, um gegenhalten zu können. Auf Nachfrage erklärte der Trainer, man habe das Umschaltspiel im zentralen Mittelfeld nicht so wie gewünscht hinbekommen.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit bedankte sich für die Glückwünsche, um nach kurzer Einschätzung noch einmal auf die besondere Situation nach der Niederlage gegen Rehden einzugehen. Seine Mannschaft habe ein recht ordentliches, anständiges Spiel mit hoher Bereitschaft gezeigt. Die Jungs waren sehr gewillt, es besser als vor einer Woche zu machen. Da habe es auch keine gute Vorbereitung auf das Spiel gegeben, was der Trainer auf seine Kappe nahm. Entscheidend sei heute die Reaktion auf dem Platz gewesen. Dann zollte der Trainer dem Kontrahenten Respekt. Altona habe es auswärts in der Regionalliga bislang ordentlich gemacht; da solle man mal nicht so tief stapeln. So sei es heute auch für seine Mannschaft gar nicht so einfach gewesen. Von daher, könne man zufrieden sein, „dass wir verdient gewonnen haben“.

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