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Künstliche Intelligenz als Gefahr? Was sagen die Flensburger?

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Unterhaltung

Künstliche Intelligenz als Gefahr? Was sagen die Flensburger?

»Ich komme wieder!«. Was im Blockbuster »Terminator« mit Arnold Schwarzenegger noch Spaß war, wird zunehmend Realität und ist nicht mehr so lustig. Kürzlich auf Facebook: Zwei Computerprogramme entwickeln eine Geheimsprache und werden daraufhin abgeschaltet. Die beiden Bots sind, mittlerweile optimiert, wieder in Betrieb. Die Anpassung von Sprache kann aber sonst nur das menschliche Gehirn.

Wie komplex und eigenständig denken diese künstlichen Intelligenzen also?

Der Amazon Echo »Alexa« ist mehr als ein Lautsprecher. Die digital eingebaute Assistentin beantwortet Fragen oder ruft dir das Taxi. Amazon hat eine künstliche Intelligenz erschaffen, die über den Lautsprecher Echo mit den Nutzern spricht, ähnlich wie »Siri« auf dem iPhone. Small Talk. Auf die Frage »Wie geht’s dir?«, antwortet die Assistentin »Alexa« mit »Alles klar bei mir«. Läuft bei ihr. Wissen. »Alexa« greift auf verschiedene Wissensquellen zurück. Allerdings alle auf US-Basis.

Das Alter von Donald Trump? Kein Problem! Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland? Keine Ahnung!

Wissenslücke, meine Liebe. Berechnungen, Musik, Smart Home. Da ist »Alexa« dein neues Thermometer im Wohnzimmer. Wann fährt die Bahn? Frag Alexa! Aktuelle Nachrichten. Frag Alexa! Wer allerdings nach dem Spielstand des »FCB« fragt, landet beim FC Basel. Die Gute ist vielleicht eher HSV-Fan. Stoppuhr, Wecker und Einkaufen natürlich.

Die Produkte von Amazon werden von der smarten Assistentin in den Einkaufswagen hinzugefügt und gleich bestellt.

Wer also einen Preisvergleich vorab möchte, sollte »Alexa« nicht shoppen lassen. Außerdem wird der Suchverlauf ähnlich wie bei Google gespeichert. Also Vorsicht, ihr Online-Shopper.Wir haben Flensburger gefragt, bei denen die smarte Assistentin eingezogen ist. Die meisten sagen, dass sie gar nicht alle Dienste der sweeten »Alexa« nutzen. Musik ja. Einkaufen nein. Und »Alexa« zickt! Beim Verbinden von Audible-Konten gibt es häufig noch Probleme.

Und der Lauschangriff lässt grüßen.

Da die empfangenen Sprachdaten in der Cloud von Servern im Ausland ausgewertet werden, unterliegen sie nicht den deutschen Datenschutzregelungen. Wer also nicht möchte, dass »Alexa« spitzelt, sollte die Mikrofone ausstellen. Aber »Alexa« kann sogar noch mehr. Bei einem internen Familienstreit soll der Lautsprecher kurzerhand die Polizei angerufen haben. Ohne Aufforderung. Das ist dann schon sehr gruselig.

Künstliche Intelligenzen werden auch vom russischen Konzern »Kalaschnikow« sogar in die Waffenproduktion integriert.

Eine Waffe, die eigene Entscheidungen trifft?

Kein Witz leider. Weitere Infos dazu:

https://de.sputniknews.com/technik/20170705316454082-kampfmodul-mit-kunsthirn-von-kalaschnikow/

Aber auch die Deutschen sind bei autonomen Waffen am Start. Der Konzern »Rheinmetall« integriert diese bereits ins Waffensystem zum »Schutz von Feldlagern oder zur Sicherung von Einrichtungen und Objekten gegen terroristische Angriffe« (Spiegel Online) Diese Waffen können das Ziel automatisiert festhalten und beschießen. Ernsthaft jetzt? Ja, leider wahr.

Es kommt zum Streit zwischen Facebook Gründer Mark Zuckerberg und Tesla-Chef Elon Musk. Musk ist der Meinung, dass die Roboter zeitnah ihre menschlichen Schöpfer töten werden. Szenario ganz im Sinne der Serie »Person of Interest«. Zuckerbergs Antwort, wer gegen künstliche Intelligenz argumentiere, argumentiere auch gegen sichere Autos und gegen bessere Diagnosen für Kranke, hat dem Tesla-Chef dann sauer aufgestoßen. Not amused. Musk wirft Zuckerberg daraufhin ein begrenztes Verständnis des Themas vor.

Aber wie gefährlich sind die künstlichen Intelligenzen?

Zusammen mit der Oxford-Universität ist Google gerade dabei einen Selbstzerstörungsknopf, den »Kill Switch«, für Maschinen mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es geht darum, dass lernbare Algorithmen so funktionieren, wie wir es ihnen vorschreiben. Einem Roboter wird das Spiel »Tetris« beigebracht und erklärt, dass er gewinnen müsse. Und schwupp, pausiert er das Spiel für immer Solche Fälle mögen im ersten Moment lustig klingen. Aber die Ausmaße dieser Technik kann sich echt noch keiner ausmalen.

Denn wo Technik ist, da sind auch Hacker.

Künstliche Intelligenzen analysieren Verhaltensmuster automatisch und erkennen frühzeitig Bedrohungen. Schnelle Bedrohungserkennung und Einleitung entsprechender Maßnahmen. Das Problem: Auch die Hacker nutzen künstliche Intelligenzen. Das heißt,  der Krieg im Cyberspace wird weitergehen und bald vermutlich nur noch von solchen Bots ausgeführt werden, welche den Menschen nicht mehr brauchen. Vergesst Star Wars. Wir sind mitten in den Cyber Wars. Und dann sollen wir uns keine Sorgen um die Zukunft machen?

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