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Remis beim Spitzenreiter

Bildquelle Zerth

Sport

Remis beim Spitzenreiter

Im Spitzenspiel der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 beim Tabellenführer Hamburger SV II zu einem letztlich verdienten 1:1-Remis

Mit dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit sicherten sich die Elbestädter am 17. Spieltag trotz des noch ausstehenden Nachholspiels unserer Mannschaft in Egestorf (am Mittwoch, 22.11.2017, 19 Uhr) die Hinrundenmeisterschaft. Vor immerhin 450 Zuschauern im Wolfgang-Meyer-Stadion, darunter wohl über 100, die es mit den Gästen von der Förde hielten, schaffte es die beste Auswärtsmannschaft der Liga nicht, den knappen 1:0-Vorsprung gegen die beste Heim-Equipe in der letzten Nachspielminute zu verteidigen. Bei typischem Hamburgisch-Flensburger Schmuddelwetter boten beide Kontrahenten eine kurzweilige, interessante, allerdings nicht durchgängig hochklassige, dafür aber spannende Partie, die selbst bei einer Anstoßzeit von 13 Uhr unter Flutlicht stattfinden musste und die insgesamt leistungsgerecht unentschieden endete.

Trainer Daniel Jurgeleit baute die Startelf diesmal auf zwei Positionen um

Für den erkrankten Dominic Hartmann rückte Jannick Ostermann in das Mittelfeld, und im Angriff ersetzte der wiedergenesene Nico Empen den auf der Bank Platz nehmenden Routinier Fiete Sykora. In den Spieltagskader kehrte Ilidio Pastor Santos zurück. Neben Dominic Hartmann fehlten verletzungsbedingt weiterhin Finn Wirlmann, Benjamin Safo-Mensah und Nedim Hasanbegovic sowie der sich im Aufbautraining befindende Jannis Pläschke. Zudem war Jannik Drews nicht im Kader, allerdings (wie andere auch) auf der Tribüne des Wolfgang-Meyer-Stadions.

Die erste halbe Stunde gehörte dem gastgebenden Tabellenführer

Der mit hoher Passsicherheit viel Ballbesitz generierte und unsere Mannschaft in eine defensive Haltung zwang. Allerdings gelang es den Hamburgern nicht allzu oft, bis in den Strafraum zu kommen. Dennoch standen nach 20 Minuten drei gute Möglichkeiten auf dem Konto des Bundesliga-Nachwuchses. Erst hatte Torjäger Knöll auf halbrechts ein Steilspiel in den Strafraum aufgenommen, war auch schon an Weiche-Schlussmann Florian Kirschke vorbei, doch den Pass ins Zentrum konnte Patrick Thomsen entschärfen (5.). Dann zeigten die technisch starken Elbestädter ihre ganze Klasse, als Giese flach und steil auf Gouaida spielte, der auf Knöll im Zentrum durchsteckte, aber Florian Kirschke war dem Mittelstürmer bereits entgegengestürzt, sodass er stark parieren und den 15. Saisontreffer des anfangs auffälligen Knöll verhindern konnte. Der Nachschuss von Giese klatschte links an den Außenpfosten (20.).

 

In der Folge bekam unsere Mannschaft u. a. dank der Zweikampfstärke von Kapitän Christian Jürgensen im Mittelfeld einen besseren Zugriff, wenngleich sich die Räume nach schneller Drehung eines wendigen HSV-Akteurs mitunter bedenklich öffneten. Dadurch verringerte sich die Überlegenheit der Heimischen, und Weiche meldete sich auch mal offensiv zu Wort. Nico Empen kam in seiner besten Szene auf links zum Abschluss, zielte jedoch rechts am langen Eck vorbei, wobei auch kein Mitspieler im Zentrum den Ball hätte erreichen können (22.). Jonas Walter wusste bei einer Kontergelegenheit mit dem Raum nichts anzufangen. Statt selbst abzuschließen, passte er auf den im Abseits stehenden Nico Empen (26.). Auf der Gegenseite musste Torhüter Florian Kirschke abtauchen, um den Aufsetzer von Köhlert aus gut 20 Metern noch um den Pfosten zu lenken (29.). Insgesamt hatte der junge HSV vor der Pause mehr vom Spiel und eine Führung auch verdient gehabt. Daran änderte ein Abschluss von René Guder aus 25 Metern in die zweite Etage nichts (43.). Zunächst ohne personelle Wechsel ging es nach dem Pausentee weiter.

Doch Weiche zeigte nun, dass man gewillt war, etwas mehr in die Offensive zu investieren.

Die Partie wurde offener, die Kontrahenten hatten nun mehr Platz. Nach einer schönen Vorarbeit von René Guder setzte Jonas Walter die Kugel knapp über den Kasten (52.), Jannick Ostermann hingegen zielte flach vorbei (61.). Auf der Gegenseite lenkte Florian Kirschke einen satten Schuss von S. Ambrosius aus gut 25 Metern über die Latte (59.). Ebenso wurde ein Schuss von Kwarteng aus etwa 19 Metern noch zum Eckstoß abgelenkt, der ebenfalls Gefahr brachte (66.). Insgesamt aber räumte die Flensburger Defensive gut ab. Der trickreiche Knöll konnte sich gar nicht mehr in Szene setzen, zumal Thomsen fast alle hohen Bälle wegköpfen konnte. Die bis dahin beste Gelegenheit der Gäste ließ schließlich Kevin Schulz ungenutzt, als er nach einem Eckstoß von Jonas Walter aus drei Metern überraschend freistehend zum Kopfball kam, diesen jedoch neben den Kasten nickte (74.). Zwar verfehlte nochmals auf der Gegenseite ebenso Gouaida vom Strafraum das Tor (75.), dennoch schienen die Flensburger einer Führung jetzt näher, zumal die Schnelligkeit von René Guder – nach der Einwechslung von Ilidio Pastor Santos für den gelb-rot-gefährdeten Kevin Schulz (82.) in der Spitze agierend – nun zum Tragen kommen konnte. Und das Führungstor fiel auch – nach bewährtem „Rezept“. Einen weiten Einwurf von Torge Paetow von der linken Seite verlängerte Christian Jürgensen, und Patrick Thomsen nickte die Kugel unter dem Jubel der über 100 Gäste-Anhänger zum 0:1 ein (85.). Die beste Auswärtsmannschaft der Liga lag nun vorn und hatte jetzt alle Trümpfe in den Händen. Eigentlich ist sie dafür bekannt, sich eine solche Führung nicht mehr nehmen zu lassen.

Diesmal kam es aber anders.

Die Hamburger warfen alles nach vorn, und nachdem unsere Mannschaft schon bei einer Torraumaktion bei einem Kopfball etwas Glück hatte, als der beste Flensburger Patrick Thomsen noch klären konnte (87.), war es 94 Sekunden nach Beginn der Nachspielzeit passiert. Einen langen Ball von halbrechts über das Deckungszentrum auf die linke Seite unterschätzte unsere Mannschaft, S. Ambrosius kam auf spitzem Winkel im Fallen noch zum Abschluss, und die Kugel passierte trotz grätschender Flensburger die Torlinie (90.+2). Das Remis hatte sich die beste Heimmannschaft der Liga allerdings auch verdient.

Der HSV-Nachwuchs hatte in dem Innenverteidiger und Torschützen S. Ambrosius, dem Ballverteiler Steinmann und dem dynamischen Giese seine auffälligsten Akteure.

Bei unserer Mannschaft konnten sich mit dem kopfballstarken Patrick Thomsen ebenfalls der Torschütze sowie Christian Jürgensen, Torge Paetow und René Guder die besten Noten verdienen.

Bevor Weiche am kommenden Sonnabend (25.11.2017, 13.00 Uhr) den Nachwuchs von Hannover 96 zum Rückrundenstart empfängt, wird noch das ausstehende Spiel der Hinrunde absolviert. Dazu geht es am Mittwoch, 22.11.2017 (Anstoß: 19.00 Uhr), in das Stadion an der Ammerke, wo der 1. FC Germania Egestorf-Langreder im Stadtteil von Barsinghausen (bei Hannover) seine Heimspiele austrägt. Egestorf um den schon zehnfachen Saisontorschützen Hendrik Weydandt war bereits in der vergangenen Saison ein unbequemer Gegner, bei dem unsere Mannschaft in einem vom Wind verwehten Spiel mit 1:3 den Kürzeren zog. Bei Germania scheint man indes von einem oft zu hörenden schwierigen zweiten Jahr nach dem Aufstieg nichts zu wissen. Aktuell gehört Egestorf jedenfalls zum Verfolgerfeld.

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, H. Ostermann – Walter (V) – Guder (V/90.+1 Can), J. Ostermann, Jürgensen (Kap.), Ebot-Etchi – K. Schulz (V/81. Ilidio), Empen (62. Arndt).

Tore: 0:1 Thomsen (85.), 1:1 S. Ambrosius (90.+2).

Zuschauer: 450, davon über 100 Flensburger, im Wolfgang-Meyer-Stadion an der Hagenbeckstraße, Hamburg-Stellingen.

Schiedsrichter: Lukas Benen (SV Vorwärts Nordhorn), hatte die umkämpfte, aber faire Partie insgesamt gut im Griff und verteilte auf beiden Seiten je drei gelbe Karten.

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