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Und Flensburg punktet weiter..

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Und Flensburg punktet weiter..

Nichts Neues aus Braunschweig: drei Flensburger Punkte

Braunschweig bleibt ein sehr gutes Pflaster und die Zweitvertretung des BTSV Eintracht ein Lieblingsgegner auch für den neuen SC Weiche Flensburg 08. Gegen die U 23 des Zweitbundesligisten kam unsere Mannschaft am Sonnabendnachmittag vor immerhin 188 Zuschauern in der „Rheingoldarena“ – einem Nebenplatz des Eintracht-Stadions – zu einem verdienten 2:0-Auswärtserfolg. Es war der fünfte Sieg im fünften Gastspiel beim BTSV, und nimmt man den Auftritt beim Lokalnachbarn FT Braunschweig aus der Saison 2014/15 noch hinzu (4:0 für Weiche), dann ist das halbe Dutzend an Flensburger Siegen in der Löwenstadt nunmehr voll. Zwar hätte Weiche bei trockenem Wetter schon früher den Sack zubinden müssen, doch insgesamt zeigten sich die Nordlichter für das mit Spannung erwartete Spitzenspiel am kommenden Freitag beim Landesrivalen VfB Lübeck gut gerüstet. Weiche bleibt nach dem 8. Spieltag der Ligaspitze auf den Fersen und auch im neunten Duell mit der Braunschweiger Zweiten bei nunmehr acht Siegen und einem Remis ungeschlagen.

Trainer Daniel Jurgeleit nahm gegenüber der Startelf der Vorwoche (2:0 gegen Altona) zwei Änderungen vor.

Für den verletzten Nedim Hasanbegovic und für Florian Meyer (Bank) liefen Patrick Thomsen und Fiete Sykora von Beginn an auf. Eher ungewohnt agierte René Guder diesmal auf der linken Außenbahn, während Fabian Arndt in die vorderste Spitze an die Seite von Nico Empen ging. Neben den langzeitverletzten Finn Wirlmann und Jannis Pläschke sowie Nedim Hasanbegovic fehlten diesmal auch Hendrik Ostermann, Kevin Schulz und Tayfun Can im 18er Kader. Die junge Braunschweiger Mannschaft von Trainer Henning Bürger musste indes ohne ihren 37-jährigen Routinier Deniz Dogan auskommen.

Auf dem gut bespielbaren Untergrund setzten die Gastgeber mit zwei Distanzschüssen von Franke (3.) und Veiga (10.), die das Ziel jeweils verfehlten, die ersten Achtungszeichen. Beide Aktionen waren jedoch auch für den weiteren Verlauf der Partie symptomatisch.

Die Eintracht war sehr bemüht und spielte gut mit.

Sie drang allerdings nur selten bis in den Strafraum ein und blieb insgesamt im Angriff bzw. vor allem im Abschluss zu harmlos. Auf Flensburger Seite sah dieses zunächst aber nicht unbedingt anders aus. Weiche buchte mehr Ballbesitz, hatte insgesamt optische Vorteile, wirkte indes ebenfalls nicht unbedingt daran interessiert, sich in rascher Folge eine Unmenge an Chancen herauszuspielen. Den ersten echten Aufreger gab es nach einer Viertelstunde nach einem vom Torhüter Bangsow regelwidrig aufgenommenen Rückpass, doch der von René Guder angetippte und von Christian Jürgensen getretene Freistoß aus acht Metern Torentfernung verfing sich im Braunschweiger Abwehrbollwerk (15.). Nachdem René Guder im Laufduell einen Gelb-Blauen an der Außenlinie so gecheckt hatte, dass dieser über die Flensburger Trainerbank flog (20.), verfehlte Kapitän Franke im Zentrum den folgenden Freistoß von Linksaußen (21.). Der unmittelbar anschließende Abschlag von SC-Torhüter Florian Kirschke leitete dann die zu jenem Zeitpunkt überraschende Flensburger Führung ein:

Fiete Sykora verlängerte wieder einmal erfolgreich per Kopf, Nico Empen nahm die Kugel mit der Brust an und versenkte sie zum 0:1 (22.).

Damit schien die Partie irgendwie vorgezeichnet ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Hier agierten die zwar bemühten, letztlich aber zu unerfahren wirkenden Gastgeber, da spielten die clever auftretenden Norddeutschen im Wissen, dass sie schon zu ihren Chancen kommen würden. Und tatsächlich war Weiche noch vor der Pause zweimal dem zweiten Treffer ganz nahe. Erst war Christian Jürgensen nach einem Eckstoß von Dominic Hartmann so überrascht, dass er das Streitobjekt aus zwei Metern am langen Pfosten irgendwie knapp links neben den Kasten der Niedersachsen bugsierte (33.), dann brachte nach dem schönsten Flensburger Spielzug über Dominic Hartmann, der auf Rechtsaußen Fabian Arndt einsetzte, Fiete Sykora die maßgeschneiderte Flanke aus vier Metern per Kopf nicht im Gehäuse unter (37.). Die Gastgeber blieben hingegen ohne Torabschluss, und sie mussten mit der verletzungsbedingten Auswechslung ihres Kapitäns Franke, der mit Fabian Arndt zusammengeprallt war, noch in der ersten Halbzeit einen weiteren Rückschlag einstecken (45.).

Der für Franke ins Spiel gekommene Adetula sorgte allerdings gleich nach dem Seitenwechsel für einige Unruhe in der Weiche-Hintermannschaft.

Bei den beiden besten Gelegenheiten der Heimischen im gesamten Spiel konnte Adetula erst von der Mittellinie mit Ball am Fuß auf halblinks losziehen, ohne ernsthaft angegriffen zu werden (51.), dann kam er im Strafraum aus Nahdistanz zum Abschluss (55.) – doch beide Male ging das Leder knapp links am Flensburger Kasten vorbei. Chancen dieser Güte sollten für den Braunschweiger Nachwuchs in der verbleibenden Spielzeit nicht wiederkehren, obgleich die Gastgeber nun zwischenzeitlich ein Plus an Ballbesitz verzeichnen konnten und einen enormen Aufwand betrieben.

Weiche, das insbesondere durch Christian Jürgensen und Fiete Sykora die Kopfballhoheit hatte, antwortete mit feinen Nadelstichen.

Die flache Eingabe von René Guder von links griff sich Torhüter Bangsow im Nachfassen (54.), dann setzte Dominic Hartmann nach einem Rückpass von René Guder die Kugel vom linken Strafraumeck über den Kasten (62.). Ein 25-m-Flachschuss von Fabian Arndt rauschte links am Tor vorbei (63.), und ein Freistoß aus größerer Distanz von der rechten Außenbahn, erneut von Dominic Hartmann getreten, erreichte weder Freund noch Feind und sorgte so für Gefahr (68.). Der zweite Flensburger Treffer wäre spätestens fällig gewesen, als Fiete Sykora den weiten Einwurf von Torge Paetow per Kopf auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo sich aber Fabian Arndt und Christian Jürgensen gegenseitig am Abschluss behinderten (70.). Der Chancenwucher war damit allerdings noch nicht vorbei. Als Torge Paetow halblinks im Strafraum gefoult wurde (74.), knallte Christian Jürgensen den fälligen Strafstoß über den Kasten der Gelb-Blauen (75.). Und so waren die drei Zähler noch immer nicht im Sack. Die Junglöwen witterten ihre Chance, kämpften verbissen um Offensivwirkungen und hofften bei einer etwas unklaren Abwehraktion ebenfalls auf den Strafstoßpfiff, der ihnen aber – wohl zu Recht – verwehrt blieb (82.). Die Braunschweiger Hoffnungen beendete Weiche somit erst kurz vor dem Abpfiff. Nico Empen erbeutete an der Mittellinie den Ball, schickte den startenden Dominic Hartmann, der allein auf Torhüter Bangsow zulaufen und die Kugel sicher zum 0:2 ins Eck schieben konnte (89.).

Weil der gut amtierende Unparteiische Meermann auf eine Nachspielzeit verzichtete, bedeutete dieser Treffer bereits das Endergebnis.

Bei der U 23 des Zweitligisten fielen besonders der linke Innenverteidiger Kijewski mit bissiger Zweikampfführung und antreibenden Qualitäten sowie der eingewechselte flinke Stürmer Adetula positiv auf. Die durch ihre Torgefährlichkeit bekannten Tietz und Canbaz, der es meistens mit dem aufmerksamen Junior Ebot-Etchi zu tun bekam, konnten von Weiche hingegen gut neutralisiert werden. Aus unserer erneut sehr ausgeglichen auftretenden Mannschaft ragte Torge Paetow noch besonders heraus. Auch sein Nebenmann Jonas Walter, der fleißige Dominic Hartmann und – mit einem Tor und einer Torvorlage – Nico Empen zählten zu den wichtigsten Stützen.

Am kommenden Freitagabend (22.09.2016, 19.30 Uhr) muss unsere Mannschaft zum zweiten Mal in dieser Saison an die Lübecker Lohmühle reisen.

Der heimische VfB wird im Spitzenspiel auf Revanche für das dramatische Ausscheiden aus dem Landespokal vor etwas mehr als fünf Wochen und auf Wiedergutmachung für die aktuelle 0:2-Niederlage im Spitzenspiel bei der U 21 des HSV brennen. Sicher ist: Die Jurgeleit-Schützlinge werden wissen, dass ihnen an der traditionsreichen Lohmühle eine schwierige Aufgabe bevorsteht.

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hartmann, Thomsen – Ebot-Etchi, Sykora (76. Drews), Guder (86. J. Ostermann) – Arndt (70. F. Meyer), Empen.

Tore: 0:1 Empen (22.), 0:2 Hartmann (89.).

Zuschauer: 188, darunter etwa 20 Flensburger, auf dem Nebenplatz des Eintracht-Stadions, auch „Rheingoldarena“ genannt, in Braunschweig.

Schiedsrichter: Christian Meermann (SC SF Niedersachsen Vechta), hatte mit der sehr fairen Partie (nur einmal „Gelb“ für Eintracht II) wenig Probleme; sorgte mit zwei Strafstoßentscheidungen in der Schlussphase (Foul an Paetow, 74.; kein Strafstoß für Eintracht II, 82.) für etwas Unmut beim Gastgeber.

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