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82,66 Millionen Euro für Flensburg: Wo soll das Geld investiert werden?

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Flensburg erhält eine kräftige Finanzspritze für seine Infrastruktur. Insgesamt 82,66 Millionen Euro an Bundesmitteln stehen der Stadt zur Verfügung. Das Geld soll in den kommenden Jahren dort eingesetzt werden, wo Flensburg investieren und modernisieren muss. Doch welche Projekte profitieren davon – und wo besteht aus Sicht der Flensburger der größte Handlungsbedarf?

Die Summe ist beachtlich: 82,66 Millionen Euro erhält Flensburg im Rahmen des Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetzes. Hintergrund ist das Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität. Insgesamt stellt der Bund den Ländern und Kommunen dafür 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Schleswig-Holstein erhält davon 3,43 Milliarden Euro – rund 82,66 Millionen Euro entfallen auf Flensburg.

Schulen, Feuerwehr, Straßen und städtische Gebäude

Das Geld ist allerdings kein frei verfügbares zusätzliches Budget, das die Stadt nach Belieben verteilen kann. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in die kommunale Grundinfrastruktur – insbesondere dort, wo bereits ein deutlicher Sanierungs- oder Investitionsbedarf besteht.

Dazu gehören unter anderem Schulen und Kinderbetreuung, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, Verkehr sowie kommunale Gebäude und Einrichtungen. Die Förderung der Projekte kann sich dabei über einen langen Zeitraum erstrecken und soll bis 2041 erfolgen.

Einige mögliche Projekte stehen bereits in der Investitionsplanung. Genannt werden unter anderem das Fördegymnasium, die Hohlwegschule und die Waldschule, Investitionen bei der Berufsfeuerwehr, am Deutschen Haus, in der Mürwiker Straße sowie bei der Kita Kanzleistraße. Auch eine neue kommunale Notunterkunft und der geplante Fernhaltepunkt Weiche gehören zu den derzeit berücksichtigten Vorhaben.

Viel Geld – aber auch ein enormer Investitionsbedarf

Die Millionen kommen für Flensburg zu einem wichtigen Zeitpunkt. Denn die finanzielle Situation der Stadt bleibt angespannt. Der Ende September beschlossene Haushalt 2027 rechnet mit einem Fehlbetrag von rund 30,5 Millionen Euro. Gleichzeitig bestehen erhebliche Investitionsbedarfe. Für 2027 ist allein ein Kreditbedarf von rund 19 Millionen Euro vorgesehen.

Die 82,66 Millionen Euro lösen deshalb nicht alle Probleme der Stadt.

Sie eröffnen aber die Möglichkeit, wichtige Investitionen umzusetzen, die ansonsten deutlich schwieriger zu finanzieren wären.Welche Projekte am Ende tatsächlich mit den Bundesmitteln finanziert werden, steht noch nicht endgültig fest. Die bisherige Zuordnung stellt laut Stadt lediglich den aktuellen Planungsstand dar. Entscheidend bleiben die Förderbedingungen und die weitere städtische Investitionsplanung.

Wo besteht in Flensburg der größte Bedarf?

82,66 Millionen Euro klingen zunächst nach einer gewaltigen Summe. Gleichzeitig gibt es in Flensburg viele Bereiche, in denen seit Jahren Investitionen gefordert werden.

Und genau deshalb dürfte die Frage spannend werden, welche Projekte am Ende Priorität bekommen.

Denn ob Schulen und Kitas, Straßen und Verkehr, Feuerwehr, öffentliche Gebäude oder andere Teile der städtischen Infrastruktur: An möglichen Einsatzgebieten mangelt es nicht.

Für Flensburg ist das Geld deshalb vor allem eines: eine große Chance, einen Teil des bestehenden Investitionsstaus anzugehen und die Infrastruktur der Stadt für die kommenden Jahre fit zu machen.

Text: M. Jürgensen
Bildquelle: Shutterstock

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