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Stromausfall: 40.000 betroffene Haushalte in S-H
Zehntausende Haushalte waren am Sonntag zeitweise ohne Strom. Auslöser war ein Fehler im Hochspannungsnetz. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt – und in Dithmarschen kam es am Nachmittag zu einem weiteren Ausfall.

„Ein Knall, flackernde Lampen, plötzlich Stille“
Am Sonntagvormittag, 18. Oktober, fiel in Teilen Schleswig-Holsteins der Strom aus. Zeitweise waren bis zu 40.000 Haushalte in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde betroffen. Der Ausfall dauerte für viele etwa zwei Stunden. Es handelte sich um eine große regionale Störung, nicht um einen vollständigen Blackout des ganzen Landes.
Fehler im Hochspannungsnetz
Nach Angaben von SH Netz nahm die Störung gegen 9.30 Uhr ihren Anfang im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz. Eine Überspannung führte dazu, dass sich mehrere Umspannwerke abschalteten. In einem Werk bei Friedrichstadt explodierte ein sogenannter Überspannungsableiter. Warum der Fehler überhaupt auftrat, war am Montagmorgen noch offen.
Am Nachmittag folgte dann ein weiterer Ausfall
Im Umspannwerk Linden in Dithmarschen löste eine technische Kettenreaktion einen Brand aus. Einige Tausend Haushalte verloren erneut den Strom. Die meisten Anschlüsse konnten später wieder versorgt werden.
Feuer und Schäden in Häusern
Die Überspannung blieb nicht ohne Folgen: In mehreren Gebäuden kam es zu Problemen mit elektrischen Anlagen. In Bunsoh geriet ein Reetdachhaus in Brand. Nach Angaben der Polizei könnte die zeitweise zu hohe Spannung im Stromnetz das Feuer ausgelöst haben.
SH Netz rät Menschen in den betroffenen Regionen, Sicherungskästen und Hausanlagen von einem Fachbetrieb auf mögliche Schäden oder Brandspuren prüfen zu lassen. Wer durch die Störung ein Elektrogerät verloren hat, sollte den Schaden dokumentieren und beim Netzbetreiber einreichen.
Der Vorfall zeigt, wie schnell eine Störung in einem zentralen Teil des Netzes viele Orte gleichzeitig treffen kann. Warum es zu dem Fehler kam und wie sich ein ähnlicher Ausfall künftig verhindern lässt, muss SH Netz noch klären.
Text: Mark Jürgensen
Bild: Shutterstock






