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Depressionswetter im Norden – was machst du?

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Bildquelle: Shutterstock

Leben

Depressionswetter im Norden – was machst du?

Das Wetter zermürbt auch uns Flensburger gelegentlich, aktuell ist es gerade wieder mal so weit.  Zum Jahresstart ist immer mit grauem Himmel und viel Regen zu rechnen. Was macht ihr, um nicht in einer totalen Winterdepression zu landen?

Die Tage sind dunkel und kurz, es regnet ständig

Viele würden gern im Bett bleiben, bis der Frühling durchstartet. Die Betroffenen verspüren verstärkte Traurigkeit und haben keine Antriebskräfte. Sie haben mehr Appetit, vor allem auf Süßes, und nehmen auch zu. Darüber hinaus haben sie das Bedürfnis, mehr zu schlafen. Man spricht dann – unter Umständen – von einer saisonal abhängigen Depression (SAD) oder einem Winterblues.  Wenn die Schlechtwetter-Phase länger anhält, sind auch mehr Menschen von der SAD oder dem Winterblues betroffen. Und das hat Auswirkungen auf Motivation, Ernährung, Reizbarkeit und Schlafbedürfnis.

Meist verschwinden die Symptome wieder, wenn die Sonne rauskommt

In dem Fall handelt es ich eher um einen Winterblues. Sollten die Symptome auch dann weiterbestehen, wenn der Frühling und die Sonne kommen, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Eine saisonal abhängige Depression kann im schlimmsten Falle auch Suizid-Gedanken erzeugen und gilt als ernstzunehmende Krankheit. Sind Sie aktuell schnell gereizt, verspüren Heißhunger oder vermissen Ihre Antriebskräfte? Dann sind das ernst zu nehmende Anzeichen.

Was ist die Ursache für die negative Stimmung?

Vereinfacht gesagt, liegt es am sinkenden Serotoninspiegel. Der Neurotransmitter Serotonin wirkt sich maßgeblich auf unsere Stimmung und unseren Appetit aus.
Denn wenn wir weniger Tageslicht abbekommen, sinkt der Serotoninspiegel. Das hat zur Folge, dass wir uns in die Ruhephase begeben wollen. Ein weiterer Effekt des fehlenden Tageslichts, ist die erhöhte Ausschüttung von Melatonin. Das sorgt für ein verstärktes Schlafbedürfnis. Dann kommt noch ein sinkender Vitamin-D-Spiegel hinzu, der sich ebenfalls negativ auf die Stimmung auswirkt.

Was können Sie dagegen unternehmen?

Man kann der miesepetrigen Stimmung auch entgegenwirken. Wichtig sind:

  • Soziale Kontakte (Natürlich diejenigen, die einen nicht noch weiter runterziehen)
  • Licht (Optimalerweise Tageslicht, ansonsten Lichttherapien)
  • Bewegung / Sport
  • Vitamin D (kann in Tablettenform ergänzt werden)

Wirken Sie dem sinkenden Hormon-/ und Vitaminhaushalt entgegen. Gehen Sie raus! Tageslicht hebt die Stimmung. Optimalerweise eine Kombination aus Tageslicht, Bewegung und Sport. Treffen Sie sich mit Freunden, unternehmen Sie Spaziergänge, achten Sie auf positive Freizeiterlebnisse. Dann sind Sie auf dem richtigen Kurs und wirken der schlechten Stimmung, dem Winterblues oder gar einer Depression effektiv entgegen.

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