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Flensburg sucht: Halt die Katze!

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Leben

Flensburg sucht: Halt die Katze!

In diesem Jahr wird Flensburg, gern nachzulesen bei Flensbook, von besorgten Tierschützern heimgesucht. Geht es nun um eine Entenfamilie, die ohne Geleitschutz durch die Straßen watschelt, um eine Taube, die immerhin beringt ist und allein auf einem Mast sitzt, oder um eine Katze, die schon seit 10 Minuten vor einem Imbiss miaut.

Apropos Katzen! Der Freigänger, also mitnichten die eingesperrte Hauskatze, bewegt sich gern schon mal frei. Dabei scheint es der Katze relativ egal zu sein, ob sie nun von der Heimatadresse, sagen wir mal Süderhofenden, bis in die Friedrich-Ebert-Straße oder auch kurz auf einen Schnupperkurs in die Bismarckstraße verschlägt. Schließlich will man auch als Katze gelegentlich etwas Abwechslung, sei es auch nur drei Straßen weiter. Die Katze freut sich ihres Lebens, schnuppert hier und da, setzt sich zwischendurch ordnungsgemäß auf den Gehweg, hält nach Mäusen und Jungvögeln Ausschau, putzt sich ein wenig und tippelt dann weiter.

Nun passiert aber folgendes: Eine ehrenamtliche Katzenbeauftragte der Stadt Flensburg sieht aus ihrem Autofenster das abenteuerlustige Tier um die Häuser streunen. Vollbremsung, Smartphone in Position bringen, hinter der Katze her hecheln, Bild machen, Breitengrad bestimmen, Meldung an Flensbook. Anschließend informiert sie auch die Freunde ihrer internen Chatgruppe, die mit immerhin acht aktiven und zwei passiven Mitgliedern eine feste Säule bei der Wieder-Vereinigung von Tier und Mensch ist.

Eine Welle der Besorgnis nimmt ihren Lauf. Die Hilfsbereitschaft ist grenzenlos. Schon nach fünf Minuten 58 Klicks und 18 Kommentare.

  • „Wurde schon das Tierheim benachrichtigt?“
  • „Kannst du ein besseres Bild machen?“
  • „Hat sich der Besitzer schon gemeldet“
  • „Ist das arme Tier gechipt, geimpft, trägt es ein Halsband?“

Nach 58 Minuten Entwarnung. Frau M. Meyer kennt die Katze. Sie gehört der Frau Schmitz. Die Besitzerin wurde bereits informiert. Die angelaufene Rettungsaktion habe sie allerdings überrascht, wie sie Frau Meyer mitteilte. Günther, also der Herr Kater, ist gern in der Nachbarschaft unterwegs, kommt aber immer wieder nach Hause. Aber trotzdem bedankt sie sich bei allen Katzenfreunden Flensburgs und näherer Umgebung, selbstverständlich auch im Namen von Günther. Alle Liebhaber der Katzen atmen auf. Puh, was für ein Glück!

Heute morgen rief mich meine Nachbarin aufgebracht an. „Hat diese Katze aus dem Neubaugebiet auch wieder bei dir in den Vorgarten und auf den Rasen gekackt? Ist ja ekelhaft. Und wie das stinkt. Ich habe schon Katzenschreck gekauft, aber es nützt nichts. Die ist so faul, die buddelt ihren Dreck nicht mal ein.“ „Ach, du meinst diese weiße fette Katze, die Blacky heißt? Da kann man sowieso nichts machen. Die kackt eben gerne bei dir, bei uns ist nichts. Vielleicht denkt sie, dass dein Rasen ein Katzenklo ist.“

Also Leute, immer ruhig Blut. Ob so oder so.

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