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Flensburger Fußball: Die Spannung steigt weiter!

Sport

Flensburger Fußball: Die Spannung steigt weiter!

Auslosung der 2. Hauptrunde im DFB-Vereinspokalwettbewerb: „Ein tolles Los“, waren sich am frühen Sonntagabend (26.08.2018) alle einig, die im Vereinsheim des SC Weiche Flensburg 08 an der Bredstedter Straße die Auslosung der zweiten Hauptrunde im DFB-Vereinspokalwettbewerb verfolgten. Unsere Mannschaft wird am 30. oder 31. Oktober 2018 Heimrecht gegen den Erstbundesligisten SV Werder Bremen haben. Rund 150 Fans, Verantwortliche und Medienvertreter waren gekommen, um das „Public Viewing“ zur Auslosung zu verfolgen.

Zur Einstimmung wurde im Vereinsheim noch einmal das Spiel der ersten Runde gegen den VfL Bochum mit dem Livekommentar von Sky gezeigt. Danach herrschte gespannte Ruhe, als in der ARD um 18 Uhr die Übertragung der Auslosung aus Dortmund begann. Sprinterin Gina Lückenkemper zog den SC Weiche Flensburg als zweiten Vertreter aus dem Topf der „Kleinen“. Zuvor war der FC Hansa Rostock als „Kleiner“ mit dem Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg beglückt worden. Die Spannung war zum Greifen nah. Wen würde nun Weiche bekommen? Es wurde der SV Werder Bremen. Jubel brandete im Vereinsheim auf. Ein tolles Los, ein Nordduell gegen einen hierzulande äußerst populären Erstligisten!

Schon wenige Minuten später ging es heiß her.

Medienvertreter fragten Spieler und Verantwortliche nach den sportlichen Chancen, Fans spekulierten wild, und die ersten Ticketwünsche trafen auch schon ein. Dem „Schleswig-Holstein-Magazin“ des NDR gab Liga-Geschäftsführer Harald Uhr ein Interview. „Wer nach Berlin möchte, muss jeden Gegner nehmen“, begann er mit ironischem Ton, um dann gleich anzufügen: „Es ist ein unwahrscheinlich attraktiver Gegner.“ Harald Uhr ging davon aus, dass sich die Werder-Kicker schon mal mit dem „gepflegten Regionalliga-Acker in Flensburg“ befassen müssten. Damit war das zweite Thema des Abends eröffnet, ging es doch nicht nur um die sportlichen Chancen, sondern auch um den Spielort. Harald Uhr in Richtung der Flensburger Fans: „Ein solches Spiel muss doch in Flensburg stattfinden. Das hat absolute Priorität.“ Die ersten Gespräche dazu wurden vorher bereits geführt. So ist die Installation einer mobilen Flutlichtanlage, die aus England besorgt werden würde, ebenso im Gespräch wie weitere mobile Tribünen. Bei alledem ging der Liga-Geschäftsführer davon aus, dass die Stadt Flensburg nicht nur die Genehmigung erteilen müsste, sondern ebenso der Überzeugung sei, dass ein solches Spiel selbstverständlich nach Flensburg gehört, sodass die Stadt mit Weiche an einem Strang ziehen wird. Ungeachtet dessen dürfte es eine enorme Herausforderung darstellen, diese Priorität auch umzusetzen.

Kapitän Christian Jürgensen, der sich auf die sportliche Seite konzentrierte, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden.

„Es ist ein tolles Los“, meinte er, „und ein richtig attraktiver Gegner als große sportliche Herausforderung. Vielleicht kann ich dann gegen meinen Ex-Kumpel aus Kieler Holstein-Zeiten Fin Bartels spielen. Ich hoffe, dass er bis dahin fit sein wird.“ Die Begeisterung scheint in Flensburg und Umgebung jedenfalls groß zu sein. Auf den Handys im Vereinsheim gingen gleich nach der Auslosung jede Menge Nachrichten ein.

Und wer ist der SV Werder Bremen? Den DFB-Pokal gewann der viermalige deutsche Meister von der Weser sechsmal, zuletzt 2009. Vier weitere Male stand der im Norden äußerst populäre SV Werder im Finale in Berlin. In der ersten Runde der laufenden Spielzeit wurde beim Regionalligisten Wormatia Worms klar mit 6:1 (5:1) gewonnen. Für diese Saison hat sich die Elf von Trainer Florian Kohlfeldt einen Platz im internationalen Geschäft als Zielstellung vorgenommen. Die Hansestädter wollen nach Jahren einer relativen Durststrecke künftig wieder näher an die Spitzengruppe der Bundesliga heranrücken. Doch bei all den Pokalerfolgen in der Vergangenheit gab es auch Pleiten in der Bremer Vereinshistorie. So wurde 1994/95 beim FC Bayern München II mit 1:2, 2006/07 bei FK Pirmasens mit 3:5, 2011/12 in Heidenheim mit 1:2, 2012/13 bei Preußen Münster mit 2:4, 2013/14 in Saarbrücken mit 1:3 und 2016/17 beim Drittligisten SV Lotte mit 1:2 verloren. Und dennoch: Auch wenn heute viele Dinge um das Spiel noch nicht feststehen, so ist eines klar: Haushoher Favorit ist der Bundesligist. Dieses gilt ungeachtet dessen, dass unsere Mannschaft ihre letzte Pokalniederlage am 20. August 2016 – 0:2 im Landespokal-Viertelfinale der Saison 2016/17 gegen den damaligen Drittligisten Holstein Kiel – hinnehmen musste, also seit mehr als zwei Jahren ungeschlagen ist, allerdings am 3. Oktober 2018 noch im Landespokalhalbfinale beim SV Preussen Reinfeld 1909 antreten muss.

Wenngleich im organisatorischen Umfeld sofort die bereits getätigten Vorbereitungen konkretisiert werden können, insbesondere wenn der DFB den genauen Spieltermin bekanntgegeben hat, so sollte einstweilen der DFB-Pokal zumindest bei der Mannschaft allerdings wieder in den Hintergrund treten. Die Regionalliga fordert ihren Tribut. Und da geht es bereits am kommenden Mittwoch (29.08.2018, 19 Uhr) weiter, und zwar mit dem Gastspiel … beim SV Werder Bremen II.

Zum Kartenvorverkauf für das Spiel gegen den SV Werder Bremen um den DFB-Pokal wird es zeitnah Informationen geben. Vorherige Anfragen haben noch keinen Zweck.

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