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Flensburgs Scharfschütze

Leben

Flensburgs Scharfschütze

Wir starten eine neue Artikelserie, bei der du auch mitwirken und Wünsche äußern kannst. Über Hinweise oder Empfehlungen freuen wir uns auch. Wir berichten in den Artikeln über Flensburgs Töchter und Söhne. Über diejenigen, die unser Team interessant findet.

Flensburgs interessante Persönlichkeiten:

Heute geht es um einen großartigen Scharfschützen, der aber durchweg nur friedliche „Ziele“ verfolgt. Eine Person, die ich aufgrund der Leidenschaft für seine Sache als besonders interessant empfinde.

Sascha Egerland ist Naturfotograf und er liefert starke Bilder aus unserer Region

Sie erfordern einen besonders hohen Einsatz und wir werden zukünftig daran teilhaben. Somit hat jede/r Flensbooker/in die Gelegenheit, noch etwas über unsere heimische Tierwelt zu lernen. Sascha ist mir gleich beim ersten Treffen sehr sympathisch. Wenn er erzählt, wird es spannend. Es ist die Art und Weise wie er über Geruchssinn und Gehör der Tiere berichtet, man spürt seine Motivation und seine Leidenschaft für diese spezielle Art der Fotografie deutlich. Das Interview macht mir aber auch schnell bewusst, warum das nichts für jede/n ist. Für sein Hobby benötigt er eine professionelle Kameraausrüstung mit leistungsstarkem Teleobjektiv, einen Tarnanzug und vor allem wahnsinnig viel Geduld.

Dreizehn Zecken während eines Shootings

Wie kann man sich so ein „Shooting“ vorstellen? Bei einem seiner letzten Ausflüge bezog der Fotograf seinen Spot im Wald um 17 Uhr. Dann wartet er vor dem Auslöser sitzend auf seine „Beute“, eine Dachsfamilie. Bei Einbruch der Dämmerung erfolgte dann der entscheidende Auslöser aus knapp 150 Metern Entfernung. Wer schon mal so lange in einer sitzenden Haltung verharrte, weiß wie sehr die Muskeln sich versteifen oder gar verkrampfen. Erst zuhause stellte Sascha dann fest, dass sich dreizehn Zecken als blinde Passagiere an seinen Füßen und Beinen eingefunden hatten. Eine Impfung gegen Meningitis ist unbedingt erforderlich. Eine Borreliose musste Sascha auch schon wegen eines Zeckenbisses behandeln lassen.

„Die Tiere nehmen so wahnsinnig viel wahr. Es reichen Gerüche aus weiter Entfernung.“

Ein Fuchs riecht uns Menschen über den Wind aus einer Entfernung von bis zu 1000 Metern. Ähnlich fein funktioniert ihr Gehör. Daher liegt man gut getarnt im Schilf oder wartet in einem Gebüsch. Und wartet auch mal stundenlang, ohne sich zu bewegen.

Der Fotograf wird kein Störenfried

Er hält sich zurück und will den natürlichen Lebensraum der Tiere nicht beeinflussen, das gefällt mir. Aber es ist natürlich auch eine besondere Herausforderung, die Tiere aus so großer Entfernung vernünftig abzulichten. „Aber wenn man einen Fuchsbau betritt, riechen die Tiere den Menschen auch noch Tage später. Und verändern dann sofort den Standort. Es wäre also ein unverzeihlicher Fehler des Menschen, insbesondere auch wenn die Tiere den Nachwuchs im Bau versorgen müssen.“

Sascha schwärmt von Füchsen, Rehen und Hirschen

Die Augen leuchten, wenn er davon erzählt. Eine ganz besondere Begeisterung verspüre ich, wenn er vom Seeadler berichtet: „Der flog genau über mich rüber, als ich den Auslöser drückte. Ein Wahnsinnsmoment! Und die zwei Meter Flügelspannweite wirken majestätisch.“

Ein Fotograf aus Leidenschaft, der Tiere respektvoll behandelt

Für mich die erste interessante Persönlichkeit Flensburgs, in meiner neuen Reihe. Von Sascha Egerland werden wir zukünftig mehr sehen, hier eine erste Auswahl. Wer sich für seine Naturfotografie interessiert, kann auf den folgenden Seiten mehr einsehen und dranbleiben. Über seine Homepage kann man ihn als Hochzeitsfotografen buchen. Er wird uns zukünftig auf Flensbook begleiten. Und wir dürfen erleben, wenn er wieder auf der „Jagd“ nach neuen Motiven war. Die Tiere unserer Region.

Text: Mark Jürgensen
Bilder: Na, wer wohl.. 🙂

Die Naturfotografie bei Facebook:
https://www.facebook.com/fotografiesaschaegerland/

Homepage unter:
https://www.fotografie-sascha-egerland.de/

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