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Helau! Alaaf! Ist mir doch egal!

Bildquelle: Shutterstock

Unterhaltung

Helau! Alaaf! Ist mir doch egal!

Es ist wieder so weit. Die Narren kommen aus ihren Löchern gekrochen und obwohl Flensburg nicht gerade zu den deutschen Hochburgen des Karnevals zählt, kommt man auch hier nicht ganz drum herum. Leider.

Es lässt sich einfach nicht vermeiden.

So sicher wie der Tod, kommt auch der Karneval. Aber nicht nur einmal, sondern jedes Jahr aus Neue. Kommenden Montag beginnt der Spuk, der so manch offizielle Feiertage in den Schatten stellt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Leber bereitet sich auf das Schlimmste vor. Denn sind wir mal ehrlich, welche Erwachsenen feiern eigentlich Karneval (oder Fasching?) des Festes wegen und nicht wegen des Alkohols? Eben. Niemand! Der Karnevals-Wahnsinn aus dem Rheinland verteilt sich immer mehr über ganz Deutschland und gilt bei vielen als ein festes (Sauf-)Ritual. Der Alkohol fließt in Strömen, ebenso wie die dümmsten Anmachsprüche aller Zeiten.

Selbst wenn man den „Spaß“ nicht ersucht und nach Köln, Düsseldorf oder Mainz fährt, bleibt man doch nicht ganz verschont.

Die drei zu überstehenden Tage würde man doch viel lieber an einem schönen ruhigen Ort verbringen. Fern ab des Irrsinns. Denn alles, aber auch wirklich alles ist besser als an Karneval im Pott zu sein…obwohl, auf eine eigenwillige Art und Weise kann man auch dort auf seine Kosten kommen. Einfach z.B. mal laut „Helau“ in Köln rufen oder in Düsseldorf ein „Kölsch“ bestellen. Aufmerksamkeit erregt man damit auf jeden Fall. Doch selbst wenn man hier im hohen Norden bleibt und versucht die fünfte Jahreszeit zu ignorieren – es klappt nicht. Überall werden Karnevalsveranstaltungen angeboten, Kostüme hängen in den Schaufenstern und es gibt überall Konfetti zu kaufen. Das einzig Gute an Karneval sind noch die Berliner, die man in Maßen bei jedem Bäcker in den buntesten (wenn auch vllt. nicht gesündesten) Farben erhält. Aber selbst diese frittierten Fressalien gleichen das Grauen nicht aus.

Es hilft also alles nichts. Entweder man meldet sich krank, deckt sich mit Lebensmitteln ein und versteckt sich im Bett oder man lässt es über sich ergehen. Die lallenden Karnevalsgänger („Isch hab janicht soooo fiel gedrungen…“), die „lustigen“ Whatsapp-Bilder, die stets die Runde machen oder die nervenden Kollegen/Freunde/Verwandten, die einen unbedingt zu einem feuchtfröhlichen Abend überreden wollen: „Komm doch mit, das wird bestimmt lustig“. Ja. Oder auch nicht.

Aber es sind nur drei (sehr lange) Tage.

Dann ist es endlich geschafft.

Bis nächstes Jahr…

Text: Lea

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