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Rezeptbetrüger nach Hinweis durch aufmerksame Apothekerin getellt

Bildquellenangabe: Tim Reckmann / pixelio.de

Blaulicht

Rezeptbetrüger nach Hinweis durch aufmerksame Apothekerin getellt

Dienstagnachmittag, 10.04.18, konnten Beamte vom Betrugskommissariat der Flensburger Kriminalpolizei einen Rezeptfälscher auf frischer Tat im Citti-Park festnehmen, der gerade dabei war, mit seinem rezeptpflichtige Schlaftabletten in einer Apotheke in Empfang zu nehmen. Nach dem Hinweis einer aufmerksamen Apothekerin hatte der 59-jährige Rentner am Morgen dort ein merkwürdiges Rezept vorgelegt, woraufhin sie die Polizei alarmierte und den Kunden unter einem Vorwand auf den Nachmittag vertröstete. Nach Prüfung bei der Bezirkskriminalinspektion konnte der Verdacht bestätigt werden, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte.

Im Rahmen der Maßnahmen räumte der Rentner ein, seit etwa vierzig Jahren eine immer höhere Dosis des suchtfördernden Schlafmittels zu benötigen. Zu diesem Zweck habe er die Rezepte hergestellt und in diversen Apotheken, zumeist erfolgreich, eingelöst. In allen Fällen bezahlte er die Tabletten selbst.

Für die Beschaffung reiste der 59-jährige regelmäßig nach Flensburg, quartierte sich in Hotels ein und ließ sich mit Taxen zu unterschiedlichen Apotheken fahren. Ob auch Apotheken in anderen Städten betroffen waren, kann nicht ausgeschlossen werden und wird noch ermittelt.

Für diesen „Tourismus“ fanden sich diverse Belege beim Tatverdächtigen. Auch die Fälscherutensilien, wie Stempel und Blankovordrucke sowie einige noch ungeöffnete Tablettenpackungen, legte er im Hotelzimmer vor. Dort zeigte der Mann den Ermittlern noch eine Abfalltüte, worin er eine Vielzahl entleerter Verpackungen der konsumierten Schlaftabletten entsorgt hatte. Außerdem fanden die Beamten eine hohe Anzahl bereits eingelöster gefälschter Rezepte beim Rentner.

Er legte im Rahmen der polizeilichen Vernehmung ein umfängliches Geständnis ab und gab dabei an, stark tablettenabhängig zu sein. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen und wird sich nunmehr in einem Strafverfahren zu verantworten haben. Die Ermittlungen halten an.

OTS Polizeidirektion Flensburg

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