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Sonntag: Das Runde muss ins mexikanische Eckige!

Bild: Shutterstock

Sport

Sonntag: Das Runde muss ins mexikanische Eckige!

Public Viewing an der Förde. Am Sonntag ist es soweit. Um 17:00h ist Anpfiff zwischen Deutschland und Mexiko.  Auf der Flensburger Exe können sich fußballbegeisterte Fans treffen, um auf einer 15qm großen Led Leinwand gemeinsam das Spiel zu verfolgen. Bis zu 2500 Leute passen in das eingezäunte Gelände.  Des einen Freud, des anderen Leid. Rund ein Viertel des Platzes ist während der WM für Fahrzeuge gesperrt.

Es gab zahlreiche Beschwerden von Autofahrern, deren Fahrzeuge von der Exe abgeschleppt wurden

War es Unwissenheit der Autofahrer oder mangelhafte Kommunikation oder Beschilderung von Seiten der Stadt? Wenigstens ist es schade, dass es schon vor Beginn der WM zu Unstimmigkeiten kam. Unstimmigkeiten gab es auch um Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Ich glaube, die beiden Spieler waren sich der Tragweite ihrer Foto-Aktion mit dem türkischen Politiker Erdogan überhaupt nicht bewusst. Für mich war dieser Auftritt einfach nur naiv. Wo waren die Berater der beiden Sportler? Mit der öffentlichen, durchweg negativen Reaktion der deutschen Fans haben sie nicht gerechnet. Aber was nun? Weiterhin gellende Pfiffe?

Fußball ist schon lange kein reiner Männersport mehr

Auch viele Frauen spielen in Vereinen, oder schimpfen und freuen sich vor dem TV genauso, wie die Herren der Schöpfung. „Pass auf den Neuner auf. Streng dich mal an, du Penner. Für die Galerie brauchst du nicht zu spielen. Man, man, man, was für eine Lusche.“ Natürlich sind wir Fußball-Experten auch die weitaus besseren Trainer und Schiedsrichter: „Löw, dieser Nivea Mann, hat doch überhaupt keine Ahnung. Warum wechselt der jetzt den Gomez ein? Den Jogi sollte man vom Platz holen. Was pfeift denn der Schiri da? Das war kein Abseits, du Blindschleiche!“ Apropos Abseits. In langen Winternächten hat mir ein Freund geduldig die Abseitsregel erklärt. Um es kurz zu machen: Erfolglos. Ich habe es immer noch nicht verstanden. Bis heute weiß ich nicht, was denn nun ein aktives oder passives Abseits ist.

Kein anderer Mannschaftssport verbindet die Welt mehr, als Fußball

Es ist egal, ob die Fans aus armen oder reichen Ländern kommen, ob sie in Vereinen spielen oder auf der Straße kicken. Die Begeisterung für den Fußball, für die Genialität und Kreativität einzelner Spieler, für das Zusammenspiel von 11 Sportlern, kennt keine Grenzen. Besonders viele Jungs auf dem ganzen Erdball träumen von einem Fußballerleben. Ob sie nun schwarz oder weiß sind. Der Traum hilft vielen Kindern für einige Stunden ihr armes und entbehrungsreiches Leben zu vergessen. Träume verleihen Flügel.

Auf eine schöne WM!

Text: Fräulein H.

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