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Wie schwer ist es, in Flensburg eine bezahlbare Wohnung zu finden?
„Ich suche schon seit Monaten.“ – „Die Wohnung wäre perfekt, aber die kann ich mir nicht leisten.“ – „Kaum ist etwas Bezahlbares online, ist es schon wieder weg.“ Wer derzeit in Flensburg eine günstige Wohnung sucht, braucht offenbar vor allem eines: Geduld – und zunehmend auch Geld. Denn die Zahlen zeigen: Der Eindruck vieler Wohnungssuchender täuscht nicht.
Gerade einmal 34 Wohnungen unter 500 Euro
Eine Momentaufnahme bei Immowelt macht deutlich, wie knapp das Angebot ist: Zuletzt waren dort für ganz Flensburg 146 Mietwohnungen gelistet. Nur 34 davon kosteten maximal 500 Euro Miete. Bei den Einzimmerwohnungen waren sogar nur 11 Angebote zu finden.
Natürlich bildet ein einzelnes Portal nicht den gesamten Wohnungsmarkt ab. Wohnungen werden auch über Genossenschaften, Hausverwaltungen, andere Portale oder privat vermittelt. Aber die Zahlen zeigen trotzdem ziemlich deutlich, wo das Problem liegt:
Wer wenig Geld für Miete zur Verfügung hat, hat auch wenig Auswahl.
Und gleichzeitig steigen die Mieten Nach Angebotsdaten von ImmoScout24 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete in Flensburg im zweiten Quartal 2026 bei rund 9,21 Euro pro Quadratmeter – rund 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Doch Durchschnittswerte helfen einem Wohnungssuchenden so gut wie gar nicht. Denn entscheidend ist nicht, was irgendeine durchschnittliche Wohnung in Flensburg kostet.
Entscheidend ist:
Was kostet die Wohnung, die heute frei ist?
Und da wird es gerade für Singles, Alleinerziehende, Auszubildende, Studierende, Rentner und Menschen mit normalen oder kleineren Einkommen zunehmend schwierig.
Drei Zimmer für mehr als 1000,-€ Euro?
Aktuelle Angebote zeigen vernünftiige 3-Zimmer-Wohnungen beispielsweise für 935 Euro, 990 Euro, 1.100 Euro oder sogar 1.350 Euro Kaltmiete. Natürlich gibt es weiterhin auch ein paar günstigere Angebote – aber das ist dann auch wirklich eine Frage des Zustands.
Wohnen wird zur Belastungsprobe.
Zur Miete kommen Nebenkosten, Strom, Lebensmittel, Mobilität und Versicherungen. Wer allein lebt, muss all das aus einem Einkommen bezahlen. Familien wiederum brauchen mehr Zimmer und mehr Quadratmeter – und landen entsprechend schnell bei deutlich höheren Mieten. Damit verändert sich die Wohnungssuche: Es geht längst nicht mehr nur darum, wo man gerne wohnen möchte. Für immer mehr Menschen lautet die entscheidende Frage:
Was kann ich mir überhaupt noch leisten?
Die Stadt Flensburg selbst spricht von einer angespannten Situation und einer hohen Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum. Seit Juni 2025 soll zudem eine Zweckentfremdungssatzung verhindern, dass dringend benötigter Wohnraum dauerhaft anderen Nutzungen entzogen wird. Doch neuer Wohnraum entsteht nicht über Nacht. Und wer jetzt eine bezahlbare Wohnung sucht, kann nicht darauf warten, was vielleicht in einigen Jahren gebaut wird.
Deshalb interessiert uns eure Erfahrung:
Wie schwierig ist die Wohnungssuche momentan wirklich in Flensburg?
Sucht ihr selbst gerade eine Wohnung? Wie lange schon? Und welche Mieten werden euch inzwischen angeboten?
Schreibt eure Erfahrungen in die Kommentare – uns interessiert besonders, was Wohnungssuchende gerade tatsächlich erleben.
Text: Mark Jürgensen
Bildquelle: Shutterstock