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Zwei Wahlen – und deutliche Verschiebungen
Die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben die politischen Kräfteverhältnisse deutlich verändert. Mecklenburg-Vorpommern:
AfD: 38,2 % – +21,5 Prozentpunkte
SPD: 35,5 % – −4,1 Punkte
Linke: 6,5 % – −3,4 Punkte
Grüne: 5,7 % – −0,6 Punkte
CDU: 4,9 % – −8,4 Punkte
BSW: 4,8 % – Einzug verpasst
FDP: 1,0 % – −4,8 Punkte
Besonders auffällig: Die AfD hat ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppelt.
Die CDU scheitert erstmals bei einer Landtagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde und ist nicht mehr im Landtag vertreten.
Auch das BSW verpasst knapp den Einzug. Und die SPD? Sie verliert zwar gegenüber 2021, erreicht mit Manuela Schwesig aber dennoch 35,5 Prozent – deutlich mehr, als zwischenzeitlich manche Umfragen erwarten ließen.
Berlin:
Linke: 25,7 % – +13,4 Punkte
CDU: 18,8 % – −9,5 Punkte
AfD: 16,3 % – +7,2 Punkte
Grüne: 14,3 % – −4,1 Punkte
SPD: 12,1 % – −6,3 Punkte
BSW: 4,7 % – Einzug verpasst
Auch Berlin zeigt massive Verschiebungen:
Die Linke legt stark zu und wird stärkste Kraft.
CDU und SPD verlieren deutlich, während die AfD zulegt. Was beide Wahlen außerdem interessant macht: Die Ergebnisse werfen die Frage auf, welchen Unterschied Landespolitik und Spitzenpersonal gegenüber dem Bund machen. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die SPD mit Manuela Schwesig trotz Verlusten ein wesentlich stärkeres Ergebnis erzielen, als es die bundespolitische Lage der Partei vermuten lassen könnte. In Berlin dagegen verliert die SPD deutlich.
Zwei Wahlen, zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse – und möglicherweise ein Hinweis darauf, dass für die Parteien künftig nicht nur das Parteibuch, sondern auch Personen und ihre Wahrnehmung vor Ort entscheidend sein können.
Text:: Mark Jürtgensen







