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Das Ding mit den guten Vorsätzen

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Das Ding mit den guten Vorsätzen

Wieder haben wir ein Jahr hinter uns gelassen und stehen am Anfang von 2021. Typischerweise haben es die Jahreswechsel an sich, die Menschen anzuregen, sich gute Vorsätze für die Zukunft vorzunehmen. Das Problem an der Sache: Meistens funktioniert das nicht so, wie man es sich vorstellt.

Mehr Sport, bessere Ernährung oder dem Rauchen abschwören – ganz klassische Beispiele für Vorsätze, die meist schon im Februar vergessen sind. Doch woran liegt das und wie macht man es besser?

Wunsch statt Ziel

Ein Vorsatz ist immer etwas Unverbindliches, ein Wunsch oder Vorhaben, nicht jedoch ein klar definiertes Ziel. Man sollte sich also lieber Ziele setzten und diese klar definieren. Was bis wann und wie? Am besten hält man das ganze dann auch gleich schriftlich fest –so lässt es sich nicht so leicht vergessen.

Das Wie ist nicht klar

Auf das Ziel folgt die Umsetzung, denn es ist ja nicht genug zu wollen, man muss es auch tun. Die Umsetzung sollte jedoch gut geplant sein, denn viele Vorsätze scheitern schon daran, dass man einfach nicht genau weiß, wie man sein Ziel erreichen soll. Am besten setzt man sich kleinere Teilziele, die leichter zu erreichen sind als das Hauptziel. Mit der Durchführung der einzelnen Maßnahmen, der einzelnen Schritte, lässt sich das Vorgenommene dann auch erreichen.

Fehlende Ausdauer

Fehlende Ausdauer stellt auch oft ein Problem dar – nicht nur beim Joggen. Viele Vorsätze scheitern, weil man die Rechnung einfach ohne seinen inneren Schweinehund gemacht hat. Hierbei können auch kleinere Schritte helfen. Besonders wichtig ist es aber das Ziel vor Augen zu halten und dranzubleiben. Helfen kann dabei auch die Kontrolle der Ergebnisse. Habe ich das geschafft, was ich mir vorgenommen habe?

Eine kleine Änderung wird zum Ritual

Gute Neujahrsvorsätze können dem Leben eine positive Wendung geben, davon ist die Glücksforscherin Michaela Brohm-Badry überzeugt. „Aber Bisherige Sportschwänzer sollten sich besser nicht vornehmen „Nächtes Jahr will ich dreimal die Woche eine Stunde Joggen gehen“, sondern sich besser an eine zehnminütige Laufeinheit herantasten. Lernmuffel werden mit dem Vorsatz „Ich lerne jeden Tag eine Stunde Vokabeln“ auch nicht weit kommen“. Auch hier empfiehlt Michaela Brohm-Badry besser eine zehnminütige Einheit.“

Solche kleinen Änderungen lassen sich ihrer Meinung nach gut in den Alltag integrieren. Am besten sei es, eine neue Tätigkeit an eine andere, bereits bestehende anzuhängen: Wenn die Laufsachen morgens also schon neben dem Bett breitliegen, kann es nach dem Aufwachen direkt losgehen. Das Vokabellernen könnte immer abends nach dem Zähneputzen stattfinden. „Dadurch initiiert man Verhaltensänderungen“, erklärt Michaela Brohm-Badry.

Keine Entschuldigung, aber ein kleiner Trost

Das ist zwar auch keine Entschuldigung, aber gute Vorsätze nicht durchzuhalten, ist menschlich. „Menschen nehmen sich seit jeher etwas vor und scheitern daran“, sagt die Gesundheitspsychologin Sonia Lippke. Davon habe schon Aristoteles vor mehr als 2.000 Jahren berichtet. „Studien zeigen, dass nur 30 Prozent der Vorsätze eine realistische Chance haben, sich zu verstetigen. Nach drei Wochen geben die ersten ihre Pläne schon wieder auf, nach einem halben Jahr ist nur noch die Hälfte dabei.“

Text. L. Maunus

Bild: Shutterstock

Quellen:

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/silvester-neujahr-vorsaetze-2021-100.html

https://www.br.de/wissen/gute-vorsaetze-innerer-schweinehund-silvester-neujahr-100.html

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