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Für einen sicheren Jahreswechsel – Hinweise der Landespolizei

Bildquellenangabe: Hans-Jürgen Spengemann / pixelio.d

Blaulicht

Für einen sicheren Jahreswechsel – Hinweise der Landespolizei

Zu Silvester und dem Jahreswechsel ist aus Sicht der Polizei wieder von einem stark erhöhten Einsatzaufkommen gegenüber anderen Nächten auszugehen. Dabei spielen ausgelassene Feiern, auch im öffentlichen Raum, Alkoholkonsum und der Umgang mit Feuerwerk eine große Rolle. Es sind immer wieder Auseinandersetzungen, Störungen und Gefahren zum Beispiel durch den unachtsamen Umgang mit Pyrotechnik festzustellen. Deshalb erhöht die Landespolizei ihre Präsenz zu Silvester und in der Neujahrsnacht deutlich.

Wer in Auseinandersetzungen gerät oder diese beobachtet, sollte die Zivilcourage-Tipps befolgen:

  • Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
  • Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
  • Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein
  • Organisieren Sie Hilfe und wählen den Notruf 110
  • Kümmern Sie sich um Opfer und stellen sich bitte als Zeuge zur
    Verfügung.
    Besonders wichtig ist der richtige Umgang mit Feuerwerksartikeln. Hier unsere Tipps:
  • Pyrotechnische Gegenstände unterliegen in Deutschland dem
    Sprengstoffgesetz und werden nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit
    in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Generell müssen in
    Deutschland alle pyrotechnischen Gegenstände geprüft und
    zugelassen sein. Konkret bedeutet dies, dass alle zugelassenen
    pyrotechnischen Gegenstände das CE-Zeichen und die
    Registriernummer zum CE-Zeichen aufweisen müssen. Fehlen die
    genannten Kennzeichnungen, ist Vorsicht geboten! Hauptsächlich
    bei Artikeln aus dem östlichen Ausland handelt es sich aufgrund
    der fehlenden Zulassung um illegale und vor allem gefährliche
    Pyrotechnik. Solche Feuerwerkskörper enthalten in der Regel
    einen sogenannten Knallsatz, der bei der Reaktion eine
    Explosionsenergie entwickelt, die durchaus mit gewerblichem
    Sprengstoff vergleichbar ist. Illegale Feuerwerkskörper können
    schwere Verletzungen zur Folge haben, z. B. Knalltraumata,
    Verbrennungen, Verlust von Gliedmaßen, Verätzungen, Atemnot oder
    Lungenschäden.
  • Besitz, Weitergabe und Abbrennen nicht zugelassener Böller sind
    strafbar.
  • Niemals Böller und Feuerwerks- oder Sprengkörper selbst
    herstellen! Solche Explosivstoffe (Selbstlaborate in
    Sprengkörpern) unterliegen dem Waffengesetz und/oder dem
    Sprengstoffgesetz und gelten als Sprengvorrichtungen. Bei
    entsprechenden Vergehen droht eine Freiheitsstrafe von sechs
    Monaten bis zu fünf Jahren. Wird durch die Explosion eine Person
    verletzt oder ein Schaden von mehr als 1500,- EUR verursacht,
    gilt die Tat sogar als Verbrechen (ab einem Jahr
    Mindestfreiheitsstrafe).
  • Die örtlichen Beschränkungen sind zu beachten (in unmittelbarer
    Nähe von z. B. Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen
    sind Feuerwerke generell verboten, gleiches gilt für besonders
    geschützte und brandgefährdete Bauwerke wie zum Beispiel
    Reetdachhäuser).
  • Feuerwerk der Kategorie F1 („Tischfeuerwerk“) darf durch
    Personen ab 12 Jahren abgebrannt werden, Feuerwerk der Kategorie
    F2 („Böller“ und Silvesterraketen) erst ab 18 Jahren.
    Nähere Hinweise finden Sie auch im Infoblatt des Programms Polizeiliche Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de und auf der Seite der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung unter www.bam.de.

Wir wünschen den Bürgerinnen und Bürgern einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2020!

OTS Landespolizeiamt Kiel

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