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Was macht ein Osteopath? – Ein Blick hinter die Behandlung bei der Osteopathie Stollberg

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Wenn der Rücken schmerzt, der Nacken verspannt ist oder die Beweglichkeit eingeschränkt ist, führt der erste Weg häufig zur Physiotherapie. Doch es gibt Situationen, in denen ein anderer Blick auf den Körper sinnvoll ist. Genau hier setzt die Osteopathie an. Bei der Osteopathie-Praxis Stollberg in Munkbrarup steht deshalb nicht nur die schmerzende Stelle im Mittelpunkt – sondern der Mensch als Ganzes.

Viele Menschen kennen Osteopathie inzwischen vom Hörensagen. Was dabei tatsächlich passiert, wissen allerdings nur wenige. Wird dort einfach ein bisschen „eingerenkt“? Ist Osteopathie eine besondere Form der Physiotherapie? Oder steckt dahinter ein ganz anderer therapeutischer Ansatz?

Die Antwort liegt vor allem in der Betrachtungsweise.

Nicht nur dort behandeln, wo es wehtut

Ein klassisches Beispiel: Jemand kommt mit wiederkehrenden Rückenschmerzen in die Praxis. Natürlich wird der Rücken untersucht. In der Osteopathie kann die Betrachtung aber deutlich weitergehen.

Wie bewegt sich das Becken? Gibt es Spannungen im Bauchraum? Wie funktioniert die Atmung? Gibt es Einschränkungen im Bereich des Zwerchfells? Welche Rolle spielen frühere Verletzungen, Operationen oder Fehlhaltungen?

Die Grundidee der Osteopathie ist, dass unterschiedliche Strukturen des Körpers miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Deshalb muss die Ursache einer Beschwerde nicht zwangsläufig dort liegen, wo der Schmerz entsteht.

Genau dieser ganzheitliche Blick prägt auch die Arbeit von Marcus Stollberg.

Osteopathie und Physiotherapie – wo liegt der Unterschied?

Osteopathie und Physiotherapie überschneiden sich in vielen Bereichen. Beide arbeiten unter anderem mit manuellen Techniken und beschäftigen sich intensiv mit Bewegung, Muskulatur und dem menschlichen Körper.

Der wesentliche Unterschied liegt jedoch häufig in der Herangehensweise.

Während die Physiotherapie vielfach gezielt an einer konkreten Einschränkung oder einem bestimmten Beschwerdebild arbeitet, betrachtet die Osteopathie den Körper stärker als zusammenhängendes System. Der Osteopath sucht nach funktionellen Zusammenhängen und möglichen Ursachen, die Beschwerden beeinflussen können.

Das bedeutet nicht, dass das eine Verfahren grundsätzlich besser ist als das andere. Im Gegenteil: Beide Ansätze können sich sinnvoll ergänzen. Auch der Verband der Osteopathen Deutschland beschreibt die Osteopathie als eigenständigen, ganzheitlichen Ansatz, der je nach Beschwerdebild auch begleitend zu anderen medizinischen Behandlungen eingesetzt werden kann.

Interessant ist dabei die Vita von Marcus Stollberg: Er kommt selbst aus der Physiotherapie und arbeitet bereits seit Jahrzehnten im medizinischen Bereich. Seit 2011 ist seine fünfjährige Ausbildung zum Osteopathen abgeschlossen; seit 2018 ist er zudem Heilpraktiker.

Damit verbindet sich bei Osteopathie Stollberg die Erfahrung aus unterschiedlichen therapeutischen Perspektiven.

Drei Bereiche, ein Körper

In der Osteopathie werden häufig drei große Bereiche unterschieden: die parietale, die viszerale und die kraniosakrale Osteopathie.

Die parietale Osteopathie beschäftigt sich vor allem mit dem Bewegungsapparat – also beispielsweise mit Muskeln, Knochen und Faszien.

Die viszerale Osteopathie richtet den Blick auf die inneren Organe und deren Beweglichkeit und funktionelle Zusammenhänge.

Die kraniosakrale Osteopathie beschäftigt sich mit dem Schädel, dem Nervensystem und den damit verbundenen Strukturen.

Entscheidend ist dabei: Diese Bereiche werden nicht isoliert betrachtet. Einschränkungen können sich aus osteopathischer Sicht über verschiedene Strukturen und Spannungsketten im Körper auswirken.

Erst verstehen, dann behandeln

Eine osteopathische Behandlung beginnt deshalb nicht einfach mit einer bestimmten Grifftechnik.

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch. Welche Beschwerden gibt es? Seit wann bestehen sie? Gab es Unfälle oder Operationen? Welche Medikamente werden eingenommen? Wie sieht der Alltag aus? Auch Ernährung, Bewegung und psychosoziale Faktoren können bei der Anamnese eine Rolle spielen.

Anschließend wird der Körper untersucht. Vieles geschieht dabei mit den Händen. Der Therapeut tastet unterschiedliche Gewebestrukturen ab und versucht, Bewegungseinschränkungen und Spannungen aufzuspüren.

Es geht also nicht darum, möglichst schnell genau dort zu behandeln, wo der Patient Schmerzen empfindet. Vielmehr soll zunächst verstanden werden, wie der Körper insgesamt auf die jeweilige Situation reagiert.

Mehr als Osteopathie

Eine Besonderheit bei Osteopathie Stollberg ist, dass die Praxis verschiedene Ansätze miteinander verbindet.

Neben der Osteopathie spielt auch die Heilkunde eine Rolle. Marcus Stollberg ist seit 2018 Heilpraktiker und kann dadurch einen weiteren medizinisch-therapeutischen Blick in seine Arbeit einbringen.

Darüber hinaus gehören auch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und die klinische Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) zum ganzheitlichen Behandlungsspektrum der Praxis.

Gerade die kPNI verfolgt einen Ansatz, bei dem unterschiedliche Systeme des Körpers und ihre Wechselwirkungen betrachtet werden. Ernährung, Stoffwechsel, Stress, Bewegung und die Regulation des Organismus können dabei eine Rolle spielen.

Damit entsteht ein Behandlungskonzept, das verschiedene Perspektiven miteinander verbinden möchte – anstatt Beschwerden ausschließlich aus einem einzigen Blickwinkel zu betrachten.

Denn manchmal ist die entscheidende Frage eben nicht nur:

„Wo tut es weh?“

Sondern:

„Warum reagiert mein Körper genau dort?“

Und genau diesem Zusammenhang möchte die Osteopathie auf den Grund gehen.

 

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