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Nie wieder Stau?

Ein Berliner Künstler hat es geschafft: Dank eines Tricks in Google Maps hat er immer freie Fahrt. Leider nutzt er diese Lücke im (Navigations)system nur dazu, um mit seinem Bollerwagen über die Straße zu rollen. Selbst schuld, denn wir verraten euch, wie der Trick funktioniert.

Es ist Montagmorgen und am Neumarkt geht mal wieder nichts mehr. Der Verkehr geht nur langsam voran, euer Coffee-To-Go wird langsam kalt und eurem Chef platzt langsam aber sicher der Geduldskragen. Wohl jeder wünscht sich hier wohl die eine Lösung, an die niemand gedacht hat. Die eine Idee, die euch aus dem Stau ausbrechen lässt. Dann wäre der Kaffee noch warm und euer Chef würde euch wegen eurer Pünktlichkeit befördern.

Für eine reibungslose Beförderung unzähliger Menschen sorgt die Navi-App Google Maps mit einem cleveren Feature: Alle Smartphones, die euch mithilfe ihres GPS-Moduls euren Standort mitteilen, teilen diesen auch mit Google. Dessen Algorithmen prüfen dann, wo auf der Welt sich viele Smartphones an einem Ort befinden oder wo sie sich zusammen sehr langsam bewegen. Aus diesen Ansammlungen berechnet der Navigationsdienst anschließend, wo es auf der Welt Stau gibt.

In Google Maps erkennt ihr das daran, dass Straßen rot gekennzeichnet sind. Lasst ihr euch zudem von Google Maps navigieren, nutzt Google die gesammelten Standortinformationen auch dazu, um euch davon abzuhalten, in den Stau zu fahren.

Künstler trickst mit #googlemapshacks alle aus!

Die Stauerkennung trickste der Künstler Simon Weckert mithilfe von 99 gebrauchten Smartphones und einem Bollerwagen aus. So startete er die Navigation auf allen Geräten und zog mit seinem Handwagen los. Kurze Zeit später zeigte Google Maps auf der Straße einen Stau an und Weckert konnte unbeschwert über den Asphalt flanieren.

Auf seiner Homepage präsentiert er die Aktion als YouTube-Video samt passendem Begleittext. Dort spricht der Autor, Moritz Ahlert, davon, wie Smartphone-Anwendungen Städte und das Zusammenleben ihrer Einwohner verändert haben. Apps wie Tinder, Airbnb oder Lieferando bestimmen wo wir essen, wo wir Urlaub machen und wen wir lieben. Hierfür nutzen sie Kartenmaterial von Google – der Megakonzern aus Kalifornien werde laut Ahlert hierdurch mächtiger und mächtiger.

Sind die Smartphones im Bollerwagen also der Sieg über das böse Google? Bestimmt Simon Weckert nun, welchen Partner ihr auf Tinder findet und wann euer Essen ankommt? Wohl kaum, denn sobald er die Navigation auf jedem Einzelnen der 99 Smartphones wieder abgestellt hat, ist auch der virtuelle Stau vorbei. Und damit auch das Gedränge auf den echten Straßen, durch die er die echten Menschen in ihren echten Autos umgeleitet hat. Dann endet der echte Stau, von dem echte Jobs abhängen.

Alternative: Einfach nicht machen.

Sicher könnt auch ihr euch jetzt 99 Smartphones kaufen und sie vor der Fahrt mit angeschalteter Navigation in euren Kofferraum legen. Theoretisch erkennt Google dann überall dort einen Stau, wo ihr gerade seid. Der Neumarkt wäre dann komplett leer und ihr könntet Slalom fahren, wenn ihr wolltet. Dabei würdet ihr von wütenden Autofahrern beobachtet werden, deren Routen ihr gerade durch kleine Seitenstraßen geleitet habt. Während ihr Kaffee kalt wird, schreibt ihnen ihr Chef: „Schon wieder zu spät, du bist gefeuert!“

Bevor ganz Flensburg seinen Job verliert, sollten wir vielleicht lieber ein paar Minuten eher losfahren und unseren Kaffee in einen Thermobecher füllen. Mit warmem Kaffee in der Hand nicken wir den Autofahrern neben uns zu und denken uns „Wir stecken doch alle im selben Schlamassel! “. Und während ihr ein paar Minuten später ankommt, schalten andere 99 Smartphones aus. Na, erklärt das mal eurem Chef!

Artikel: Captain Media
Bildquelle: Shutterstock

Quelle: http://simonweckert.com/googlemapshacks.html

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