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Polizeidirektion Flensburg: Aktionsmonat gegen Handys am Steuer

Symbolbild Polizei | Bildquelle: Presseportal

Blaulicht

Polizeidirektion Flensburg: Aktionsmonat gegen Handys am Steuer

Trotz hoher Geldbußen und lebensgefährlichen Folgen bei der Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer werden im Bereich der Polizeidirektion Flensburg jeden Monat fast 300 Handyverstöße registriert. Um diesem besorgniserregenden Trend entgegen zu wirken, werden die Beamten des Polizeiautobahn- und -bezirksrevieres Nord, Fachdienst Schleswig, im Mai einen Aktionsmonat gegen Ablenkung durch Mobiltelefone durchführen. Über einen Monat werden sie verstärkt auf abgelenkte Fahrzeugführer achten und diese bei der sich anschließenden Kontrolle über die hiermit verbundenen Gefahren aufklären.

Ablenkung durch Mobiltelefone ist laut internationalen Studien mittlerweile ursächlich für jeden 7. – 10 Verkehrsunfall. Täglich sterben Verkehrsteilnehmer auf deutschen Straßen, da sie selber oder ein anderer Verkehrsteilnehmer durch ein Mobiltelefon abgelenkt waren.

Als Konsequenz wurde bereits 2017 das Bußgeld für die Benutzung eines Handys am Steuer von 60EUR auf 100EUR erhöht. Außerdem ist seitdem nicht mehr nur das Telefonieren, sondern jegliche Bedienung des Mobiltelefons oder anderer elektronischer Geräte während der Fahrt bußgeldbewährt. Die Akzeptanz dieser Vorschrift in der Bevölkerung scheint weiterhin niedrig. Beinahe jeder zweite Autofahrer gibt an, häufig oder sehr häufig während der Fahrt am Handy zu sein. Als Begründung führen die Verkehrsteilnehmer oft das niedrige Risiko, erwischt zu werden, an.

Außerdem gehen viele davon aus, dass ein kurzer Blick auf das Display nicht schlimm sei. Das enorme Gefahrenpotenzial wird jedoch unterschätzt. Schaut man bei Tempo 50 für nur zwei Sekunden auf sein Handy, legt man 30 Meter im Blindflug zurück. Bei Tempo 130 bereits 80 Meter.

OTS Polizeidirektion Flensburg

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