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„Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde“

Gesundheitsminister Garg (v.l.), Ministerpräsident Günther und Oppositionsführer Stegner stellten die neuen Regelungen vor. © Staatskanzlei

Leben

„Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde“

Nach den Schulen und Kitas schließen jetzt auch Kinos, Clubs und Schwimmbäder. In Kiel appellierte Ministerpräsident Daniel Günther an die Mitmenschlichkeit.

Wir haben es uns nicht leicht gemacht, solche weitreichenden Regelungen zu treffen„, sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei einer Pressekonferenz . „Aber es geht jetzt darum, die Gesundheit von Menschen zu schützen.“ Zuvor hatten sich Vertreter der Landesregierung und der Opposition zu einer außerordentlichen Sitzung in Kiel getroffen, um über weitere Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit dem Coronavirus zu entscheiden.

Freizeitangebote bleiben geschlossen

Die Landesregierung habe beschlossen, ab Sonnabend alle öffentlichen Veranstaltungen zu untersagen. Das betreffe Clubs, Diskotheken, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Kinos, Theater, Museen und Volkshochschulen, kündigte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg an. Dies sei eine außergewöhnliche Situation, die die Gesellschaft nur in engem Schulterschluss bewältigen könne. Auch für Bars, Restaurants und Bibliotheken seien Zugangsbeschränkungen geplant. So sei unter anderem eine Höchstanzahl an Gästen denkbar. Näheres werde in den nächsten Tagen beschlossen.

Zugangsbeschränkungen für Krankenhäuser

Zum Schutz der Patienten werde auch das Besuchsrecht in den Krankenhäusern eingeschränkt, sagte Garg. Ausnahmen sollten zukünftig nur in medizinisch sowie ethisch-sozial angezeigte Fällen möglich sein. So dürften beispielsweise nur noch kleine Kinder oder totkranke Patienten Besuch empfangen. Darüber hinaus werden alle Kantinen und Cafeterien in den Krankenhäusern für Besucher geschlossen, auch öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge oder Lesungen werden untersagt.

„Bleiben Sie zuhause“

Ministerpräsident Günther betonte, jetzt gehe es darum, dass sich möglichst alle Menschen an die neuen Regelungen hielten, um die Infektionsketten bestmöglich zu unterbrechen. „Die Coolsten sind ab sofort diejenigen, die sorgsam und umsichtig sind.“ Jeder müsse sich klarmachen, dass sein Verhalten Menschenleben retten könne. Derzeit seien alle Bürger am Besten zuhause aufgehoben. Der Regierungschef appellierte in diesem Zusammenhang auch an die Unternehmen, es den Beschäftigten zu ermöglichen, von zuhause aus zu arbeiten.

Appell an die Nachbarschaftshilfe

Bis Freitagnachmittag wurden deutschlandweit mehr als 3.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. In Schleswig-Holstein sind derzeit 48 Menschen an Covid-19 erkrankt, zwei von ihnen liegen im Krankenhaus. Die Gesellschaft müsse in dieser Zeit zusammenstehen, sagte Günther: „Solidarität ist jetzt das Gebot der Stunde.“ Jeder solle überlegen, ob und wie er beispielsweise seinen Nachbarn unterstützen könne. „Wir tun alles Notwendige, um Sie zu schützen„, sagte der Ministerpräsident. „Unterstützen Sie uns dabei.

OT Landesregierung Schleswig-Holstein

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