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Fortschritte beim Klimaschutz

Bildquelle: Shutterstock

Leben

Fortschritte beim Klimaschutz

Anscheinend ist die Bankenbranche gerade dabei, den Klimaschutz für sich zu entdecken. Währenddessen entsteht in Deutschland gerade die erste „Green Farming“ Filiale von Rewe. Der Konzern möchte zukünftig nur noch nachhaltige Märkte bauen.

Wendepunkt in Sachen Klimaneutralität?

Zuletzt mahnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres auf dem International Finance Forum in Peking, dass zur Erreichung der Klimaneutralität Subventionen aus fossilen Brennstoffen auf Erneuerbare umgeleitet werden müssen. “Außerdem bedeutet es, die Finanzierung von Kohle im In- und Ausland zu stoppen, und aus ihrer Nutzung auszusteigen.“, so Guterres. In der Vergangenheit zeigten vergleichbare Apelle nicht gerade große Erfolge, was sich nun aber zu ändern scheint.

Veränderung in der Bankenbranche

Viele Banken, vor allem Investmentbanken, beteuerten nach dem Pariser Abkommen von 2015, sich zukünftig mehr für den Klimaschutz engagieren zu wollen. Was geschah? Nichts. Nun, nach 6 Jahren, deutet sich jedoch eine Wende an. In den letzten Jahren investierten Banken 3,6 Billionen Dollar in Kohleminen und -kraftwerke, die Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas – fast das dreifache der Summe, die in erneuerbare Energien floss. 16,6 Milliarden Gewinn aus fossilen- und 7,4 Milliarden aus erneuerbaren Energien brachte das den Konzernen ein. Nun sagen die Zahlen erstmals etwas anderes. Banken finanzieren grüne Projekte nun deutlich großzügiger (203 Milliarden) als fossile (189 Milliarden).

Aktienanleger legen mehr Wert auf Klimaschutz

„Diese Erfahrung musste zuletzt der amerikanische Ölkonzern ExxonMobil machen. Immer mehr Investoren verlangen von den Unternehmen ein Geschäftsmodell, das dem Szenario einer klimaneutralen Wirtschaft standhält. Während europäische Branchengrößen- Shell, Total, Equinor und allen voran BP – ihre Geschäftsmodelle anpassen, ist davon bei ihren amerikanischen Pendants noch wenig zu spüren. Am wenigsten bei ExxonMobil.“, so ZDF.

Rewe setzt auf Klimaschutz

Auch erfreulich dürfte die neue Strategie von Rewe sein. Die Lebensmitteleinzelhandelskette setzt nun stärker auf Nachhaltigkeit. Das macht sich auch in der Bauweise der eigenen Märkte bemerkbar. Im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim eröffnete Rewe nun einen Markt, der das Modell für die Zukunft eines grünen Supermarktes sein soll: mit Green Farming, das heißt Fisch- und Kräuterzucht auf dem Dach. Die moderne Filiale mit den hohen, gläsernen Decken und der Architektur aus nachhaltigem, regionalem Nadelholz könnte als Leuchtturmprojekt fungieren. Rewe will die neue Generation der „Green Farming“-Filialen aber in Serie ausrollen und künftig jeden neuen Markt, bei dem der Händler Bauherr ist, so gestalten. Die Gebäude, in denen nachhaltige Lebensmittel angeboten werden, sollen auch nachhaltig sein, weshalb sie folgende 7 Kriterien erfüllen: Tageslichtarchitektur, ökologische Baustoffe, regenerative Energien, grüne Wärmeversorgung, Regenwassernutzung, soziokulturelle Faktoren, klimafreundliche Kältetechnik und Kühlmöbel.

Quellen:

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/klimaneutral-klimaschutz-banken-100.html

https://www.rewe-group.com/de/presse-und-medien/newsroom/pressemitteilungen/rewe-eroeffnet-gruenen-supermarkt-der-zukunft-mit-dachfarm-und-viel-holz/

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