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Wanderschafherde beweidet Naturschutzgebiet Twedter Feld

Schafe Twedter Feld | © Frisches Flensburg

Leben

Wanderschafherde beweidet Naturschutzgebiet Twedter Feld

FLENSBURG – Ab dem 15. September kehrt eine Wanderschafherde der Schäferei Obere Treenelandschaft in das Naturschutzgebiet Twedter Feld zurück. Die rund 600 Schafe und Ziegen, vorrangig Heidschnucken, werden für etwa eine Woche die ökologisch wertvollen Offenlandflächen im Westen des Gebiets beweiden.

Diese Beweidung ist bereits die 15. ihrer Art und dient der wichtigen Pflege und Erhaltung seltener Lebensräume wie Trocken-, Mager- und Heideflächen. Ohne diese Maßnahme, die im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt wird, würden die Flächen schnell verbuschen und sich zu einem Wald entwickeln. Das hätte zur Folge, dass die vielen dort beheimateten, licht- und wärmeliebenden Arten der Roten Liste verschwinden würden. Die Tiere helfen außerdem dabei, dem Boden Nährstoffe zu entziehen, was die idealen Bedingungen für diese gefährdeten Arten schafft.

Was Sie beim Besuch der Herde beachten sollten

Die Schäferin Angela Dornis ist mit ihren altdeutschen Hütehunden vor Ort und beaufsichtigt die Herde. Für viele, insbesondere Familien mit Kindern, sind die Schafe ein beliebtes Ausflugsziel und bieten schöne Fotomotive.

Die Stadtverwaltung weist jedoch darauf hin, dass die Mitnahme von Hunden im Naturschutzgebiet besondere Vorsicht erfordert. Hütehunde könnten sich durch fremde Hunde bedroht fühlen und aggressiv reagieren. Daher gilt im gesamten Naturschutzgebiet Leinenpflicht und es ist nur das Betreten der offiziellen Wege erlaubt. Es wird sogar empfohlen, die Herde möglichst ohne den eigenen Hund zu besuchen oder einen großen Abstand einzuhalten, um die Tiere nicht zu stören.

Maßnahmen zum Schutz der Pflanzenwelt

Um die natürliche Entwicklung des Naturschutzgebietes weiter zu unterstützen, werden 2025 zusätzliche Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt, die vom Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur finanziert werden. Dazu gehört die Entfernung nicht-heimischer Pflanzen, sogenannter Neophyten, die sich auf Kosten geschützter Arten ausbreiten. Diese Pflanzen gelangen oft durch die illegale Entsorgung von Gartenabfällen in das Schutzgebiet.

Die Stadtverwaltung appelliert daher eindringlich an die Bevölkerung, keinerlei Gartenabfälle oder andere Stoffe in das Schutzgebiet zu werfen, um die heimische Artenvielfalt zu bewahren.

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