Leben
Abstimmung über den Straßennamen zum neuen Fördeklinikum Katharinen-Hospital
Ab heute können alle Flensburger*innen abstimmen nach welcher Frau die neue Straße zum Fördeklinikum Katharinen-Hospital benannt werden soll.
Aktuell sind nur ca. 6 Prozent unserer Straßen nach Frauen benannt (Männer: 27 Prozent). Das wollen wir ändern und haben die Öffentlichkeit um Vorschläge für Frauen und queere Personen aus Flensburgs langer Stadtgeschichte gebeten. Diesem Aufruf folgten zahlreiche Personen und es kamen über 120 spannende Vorschläge zusammen. Daraus wurden die folgenden Kandidatinnen ausgewählt, aus denen nun bis zum 05. Oktober gewählt werden kann.
Die Kandidatinnen
Elsa Hebting

Elsa Hebting (geb. Bauer) wurde 1882 in Flensburg geboren. Sie besuchte die Höhere Töchterschule am Südergraben. Anschließend machte sie nach einem dreijährigen Gymnasialkurs in Berlin Abitur. Sie studierte Medizin in Freiburg und arbeitete dort als Ärztin. Nachdem sie ihre Praxis aufgegeben hatte, zog sie zurück nach Flensburg und lebte hier bis zu ihrem Tod.
Elsa Hebting war die erste Flensburgerin, die Abitur machte und Akademikerin wurde.
Elsa Hebting (rechts) mit Eltern, Foto: Flensburger Stadtarchiv
Inge Petersen

Inge Petersen wurde 1920 in Flensburg geboren und machte hier 1939 ihr Abitur. Sie studierte in Jena, Göttingen und Straßburg Medizin. Später bildete sie sich zur Chirurgin weiter. Dabei widmete sich zunehmend der Kinderchirurgie. 1960 wurde sie zur chirurgischen Chefärztin im Kinderkrankenhaus Rothenburgsort. Hier arbeitete sie bis 1982 und trat dann in den Ruhestand. 2017 verstarb sie in Hamburg.
Inge Petersen war die erste Frau in der Bundesrepublik Deutschland, die kinderchirurgische Chefärztin wurde.
Foto: Ursula Engel Privatarchiv Dr. Ursula Engel, Hamburg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=95321801
Wiebke Thomsen

Wiebke Thomsen wurde 1927 in Sülldorf geboren. Sie schloss 1950 ihre Ausbildung zur Krankenschwester an der Diakonissenanstalt ab. Von 1953 bis 1958 leitete sie die chirurgische Privatstation. Anschließend ging sie zum Studium an der Schwesternhochschule nach Berlin und arbeitet dann am Krankenhaus Bredstedt. Von 1970 bis 1989 war sie an der DIAKO in Flensburg Pflegedienstleitung. Sie war zentral am Aufbau des Katharinen-Hospiz am Park beteiligt und engagierte sich dort auch nach ihrem Ruhestand. 2011 zog sie sich aus dem aktiven Dienst zurück. Sie verstarb 2023.
Foto: Katharinen-Hospiz am Park in Flensburg
Auf flensburg-mitmachen.de/jetzt-abstimmen sowie im Foyer des Rathauses können jetzt alle abstimmen. Dort gibt es auch weitere Informationen zu den Kandidatinnen.
Quelle und Bildquellen: Stadt Flensburg
