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Geldnot in der Corona-Krise: Welche Hilfen gibt es? (Update)

Quelle: Shutterstock

Leben

Geldnot in der Corona-Krise: Welche Hilfen gibt es? (Update)

Die Gegenmaßnahmen gegen das Coronavirus bringen viele Menschen in eine heikle Lage. Während die Einkommen Tausender Privatpersonen und Unternehmen wegbrechen, müssen Hypotheken, Mieten und neue Vorräte trotzdem bezahlt werden. Die „Langeweile“ in der Quarantäne weicht der Existenzangst und viele wissen nicht mehr wie es weiter geht.

Wir haben daher am Samstag, den 21. März, nach Hilfen, Unterstützungen und Möglichkeiten zur Zahlungsaufschiebung gesucht, die wir euch nachfolgend zusammentragen. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald wir neue Informationen für euch haben.

Update am 23. März um 15.30 Uhr:

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hat Bundeswirtschaftsminister Soforthilfen für Kleinunternehmen und Selbstständige vorgestellt. Durch diese sollen „Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe“ eine einmalige Zahlung von 9.000 für drei Monate geben. Dieser Betrag gelte bei unter fünf Beschäftigten. Umfasst ein Unternehmen bis zu 1o Mitarbeiter, sollen es bis zu 15.000 Euro sein.

Der Entwurf solle am Montag vom Bundeskabinett beschlossen werden. Eine Entscheidung des Bundesrats und des Bundestags soll in der Woche darauf erfolgen.

Welche Unterstützung bietet der Staat Unternehmen?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie versichert allen Unternehmern auf einer Informationsseite, „ein weitreichendes Maßnahmenbündel […] Arbeitsplätze schützen und Unternehmen unterstützen“ wird. Das aktuelle Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen enthält vier Maßnahmen.

  1. Kurzarbeitgeld wird flexibler. Wenn 10% der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind, kann es beantragt werden.
  2. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge werden im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Die Stundung von Steuerzahlungen wird erleichtert und Vorauszahlungen können leichter gesenkt werden
  3. Es werden angepasste Kredite der KfW und ERP angeboten, um die Liquidität von Unternehmen zu schützen
  4. Die Bundesregierung begrüßt die Idee der EU-Kommission für eine „Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro

Wichtige Anlaufstellen für Unternehmen sind:

In Bayern gibt es zudem ein Sofortfhilfeprogramm für Unternehmen, das sich an der Zahl der Erwerbstätigen orientiert. In Schleswig-Holstein werden solche Fälle individuell entschieden, es gibt aber durchaus eine Finanzierungsinitiative. Ausführliche Informationen und die entsprechenden Ansprechpartner findet ihr hier:

» Finanzierungsinitiative Schleswig-Holstein

Welche Hilfen gibt es für Privatpersonen?

Auch Arbeitnehmer mit einer Festanstellung leiden unter den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Denn oftmals reichen Kurzarbeitgehälter nicht aus, um die eigene Familie oder sich selbst zu versorgen.

Bevor ihr in einer misslichen Lage einen Kredit aufnehmt, solltet ihr prüfen, ob ihr einen Anspruch auf Wohngeld habt. Hierzu bietet euch die Stadt Flensburg eine ausführliche Informationseite:

» Informationen zu Wohngeld in Flensburg

Der Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer „Haus und Grund“ rät bei finanziellen Engpässen zudem immer dazu, den Vermieter zu kontaktieren. Auf keinen Fall sollten Zahlungen ohne Bekanntgabe ausgesetzt werden. Auch hier wird nach individuellen Lösungen gesucht.

Arbeitslos wegen Corona – was ist zu tun?

Können Menschen aufgrund des Coronavirus derzeit gar kein Einkommen erzielen, steht die Bundesagentur für Arbeit trotz geschlossener Jobcenter für Gespräche und Anträge zur Verfügung. In Einzelfällen sei es laut Webseite auch möglich, persönlich mit den Mitarbeiter*innen Kontakt aufzunehmen.

Die Auszahlungen der Geldleistungen seien zudem sichergestellt und bereits vereinbarte Termine müssen nicht abgesagt werden. Bei plötzlicher Arbeitslosigkeit greifen somit die üblichen Maßnahmen. Über Arbeitslosengeld I und Arbeitlosengeld II könnt ihr euch auf der Homepage der Arbeitsagentur informieren:

» Webseite der Bundesagentur für Arbeit

Abschließende Worte

Krisenzeiten, in denen sogar die soziale Nähe untersagt ist, stellen für viele Menschen eine nie da gewesene Herausforderung dar. Kommunikation und das aufeinander Achten ist derzeit besonders wichtig. Kommuniziert also mit euren Freunden und eurer Familie, falls ihr finanzielle Engpässe habt. Genauso solltet ihr bei Problemen mit Behörden und Unternehmen kommunizieren und nach einer individuellen Lösung suchen.

Manche Menschen treffen die Zeiten schwerer, als andere. Plagen euch Selbstzweifel oder seht ihr aus eurer aktuellen Situationen keinen Ausweg, solltet ihr euch nicht davor scheuen, nach Hilfe zu rufen. Hierfür steht euch die deutsche Telefonseelsorge jederzeit zur Verfügung. Ihr erreicht sie über folgende Anlaufstellen:

» Homepage der Telefonseelsorge
» Telefonnummern: 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 oder 116 123

 

Bildquelle: Shutterstock
Text: Captain Media

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