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Stichverletzung: Student entwickelt lebensrettendes Gerät

Leben

Stichverletzung: Student entwickelt lebensrettendes Gerät

Ein britischer Student trägt seinen Teil bei, um die Blutung bei Stichverletzungen zu stoppen. Er hat ein Gerät entwickelt, dass Ersthelfer dabei unterstützen soll, die Wunde nach Messerangriffen zu schließen, um den Blutverlust zu mindern und eine anschließende Behandlung zu erleichtern.

Wird das Messer öfter zur Tatwaffe?

In den letzten Jahren gab es in Deutschland eine Diskussion um Straftaten, bei denen Messer eingesetzt werden. Es gab Behauptungen, dass diese um 20 Prozent gestiegen seien. Das ließ sich jedoch nicht belegen. Bundesweit können solche Daten eigentlich nur vom Bundeskriminalamt (BKA) erhoben werden, dass die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) herausgibt. Das Tatmittel Messer wird jedoch gar nicht gesondert in der Statistik geführt – Deshalb gibt es auch keine belastbaren Daten für Deutschland.

Andere Situation in England

In Großbritannien werden im Gegensatz zu Deutschland auch Messer gesondert in Kriminalstatistiken erfasst. So ist zu erkennen, dass die Anzahl der polizeilich erfassten Straftaten mit einem Messer oder einem scharfen Gegenstand in England und Wales im Zeitraum von 2011 bis 2019 deutlich stiegen. Auch die Motivation von Joseph Bentley, dem Studenten, der das Wundversorgungs-Tool entwickelt hat, beruht auf solchen Vorfällen. So sagte er der Loughborough University press: „Ich kenne mehrere Freunde, die unglücklicherweise Opfer von Messerverbrechen geworden sind, zum Glück war keiner der Vorfälle tödlich“ So funktioniert die Erfindung Das System mit dem Namen REACT funktioniert anders als die herkömmliche Wunderversorgung, bei der durch Mull-Bandagen Druck auf die Wunde ausgeübt wird, um die Blutung zu stillen und das Blut zum Gerinnen zu bringen. Das Problem ersteht bei der Entfernung der Bandagen, da dabei das geronnene Blut wieder „aufreißt“ und die Wunde zusätzlicher Belastung ausgesetzt ist. REACT übt Druck auf die Wunde aus, indem ein Silikonballon mit Luft befüllt wird. Ist das Blut dann geronnen, kann die Luft langsam entlassen werden, was dazu führt, dass die Wunde keiner zusätzlichen Belastung ausgesetzt ist. Joseph Bentley erklärt: „REACT kann in weniger als einer Minute an Ort und Stelle sein und eine Blutung stoppen, wodurch Hunderte von Leben pro Jahr gerettet werden können. Da die Tamponade für große Hohlräume wie den Bauch geeignet ist, ist sie auch einfacher und schneller zu entfernen als die derzeitigen Methoden zur Blutstillung, um dem Patienten später die beste Chance in der Chirurgie zu bieten.“ Bentleys Erfindung ist noch ein Prototyp, doch er hofft, dass REACT so schnell wie möglich zum Einsatz kommt. Für die Zukunft ist sein Wunsch, dass das Gerät von allen Notfallkräften verwendet wird, sei es die Polizei, Feuerwehr, Sanitäter oder sogar das Militär. An vorderster Stelle steht: Leben retten.

Quellen:https://www.deutschlandfunk.de/nachgefragt-messergewalt-in-deutschland.2852.de.html?dram:article_id=426662 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1016569/umfrage/anzahl-der-aufgezeichneten-straftaten-mit-einem-messer-in-england-und-wales/ https://www.goodnewsnetwork.org/loughborough-university-student-invents-stab-healing-device-called-react/

 

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